Bitte

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Der Kindle ist zwar gut gefüllt… Aber habt ihr eventuell noch Lesetipps, die besonders gut für einen Nachmittag auf dem Balkon mitten auf dem Atlantik geeignet sind?

Ich mag Reiseberichte, Science Fiction, Fantasy, Jugendbücher (außer Twilight), Thriller; Autoren: Bill Bryson, Brian Thacker, Cecilia Ahern, Jojo Moyes u.ä.

Spontane Hebefigur

Ich kann ja nicht (wirklich) tanzen. Ich kann Zumba. Ich kann mit dem Hintern wackeln. Aber Berührung mit Standardtänzen habe ich nur sehr kurz gehabt, vor meinem Maturaball. Da steigt man dann steif durch den Saal mit 1, 2, Cha Cha Cha und lernt einen langsamen Walzer und das wars dann auch schon. Volkstanztechnisch schaffe ich auch noch eine Polka, und sonst noch den “Klassiker” Discofox. Aber alles bitte nur in eine Richtung, und je besser der Mann führt, desto schöner. Und ein Mann muss sich durchsetzen – ich führe nämlich gern selbst ;)
Ich versuche mir das abzugewöhnen, aber wenn mir der Rhythmus vom Partner nicht passt, fang ich schon mal an nachzudrücken.

Nun hatten wir am Samstag eine “Zumba Party” – diese war mehr Party als Zumba, da gleich mal mit Sangria gestartet wurde, gefolgt von ungarischem Kartoffelschnaps, Torte und Champagner. Das Tanzen stand jedenfalls nicht im Vordergrund, daher war der Abend etwas unerwartet, aber lustig. Zwischendurch wurden mal 3-4 Lieder getanzt, dann wurde wieder sozialisiert.
Ein Tanzlehrer, der mit unserem Zumba nix zu tun hat, war auch dabei, quasi als Mitorganisator. Der hat sich zwischendurch – während der hochprozentigen Trinkpausen – Damen geschnappt zum Tanzen (also, richtig tanzen). Den Anfang hat er gleich mal mit mir gemacht. Verlief ganz gut, ohne Verletzungen oder Umfallen :) und machte viel Spaß. Ein paar Schritte konnte ich auch gut umsetzen, wenn ich einigermaßen wusste was erwartet wurde, bzw. ich den gewünschten Schritt zumindest schon mal wo gesehen hatte. Bei den Figuren bin ich etwas ratloser gewesen und naja, es war halt alles sehr improvisiert.
Später durfte ich dann nochmal – diesmal einen Discofox. Da kannte ich zumindest einiges, wenn auch nicht alle Wickelungen, die von mir verlangt wurden. Dreimal wurde ich übers Knie gelegt, schön im U-Hakerl. Dass ich trotz Kopf am Boden noch immer mit den Füßen auch am Boden war, schien den Tänzer irgendwie zu stören, mit mehr Mühe seinerseits lag ich dann schließlich komplett am Knie mit den Beinen in der Luft. Diesen Ehrgeiz kann ich mir nicht ganz erklären, vielleicht hat er nicht damit gerechnet dass ich einigermaßen flexibel bin? Weil, ich dachte schon dass die Füße noch am Boden sein sollten?

Jedenfalls reichte ihm der letzte Knieleger, für den wir spontanen Szenenapplaus bekamen, noch nicht fürs Finale. Und so fand ich mich ganz plötzlich auf seiner Schulter wieder. Ich lag sicher und gestreckt oben, nur wie ich da rauf gekommen war, wusste ich nicht. :D Nach einiger Recherche auf YouTube konnte ich das Geheimnis dann doch lüften:

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Dass er mich da ohne Mithilfe meinerseits raufschmeißen konnte, finde ich nach wie vor faszinierend! Ich hoffe sehr irgendjemand von den anderen hat das dokumentiert – ich will das sehen!!
(Einzige kleine Unsauberkeit war, dass meine rechte Hand zwischen Schulter und Bauch eingeklemmt war. Ich konnte sie aber befreien und die Pose fertig machen ;) )

Durch diesen Abend bin ich jetzt motiviert Tanzstunden zu nehmen, aber wenn ich mir Lektionen auf YouTube ansehe, dann bin ich mir doch nicht so sicher, ob ich das will. Stundenlang den Cha Cha Cha Grundschritt ohne Musik, und mit Zählen und so. Ne. Ich möchte doch tanzen! Zu Musik! Und schnell! Mir ist schon klar dass das Erlernen von Grundkenntnissen, Richtungen, Schritten, wichtig ist – aber muss man das so unendlich langweilig machen??

Ich bin ja bescheiden… So würde ich gern tanzen. Sofort und ohne fades Lernen. :-D