East to West

Heute holte ich mir am Flughafen meinen Mietwagen ab. Nach dem Auschecken ging es mit dem Aircoach zurück und zu Budget Cars. Das ging alles recht schnell und ohne Einweisung jeglicher Art stand ich dann vor meinem fast neuen braunen Renault Clio. Super Autochen für die zwei Tage – obwohl, den roten Mini hätte ich schon auch genommen. 😉

Ein bisschen Ahnung hatte ich ja von so einem verkehrten Auto noch, also gleich mal los. Dass das gesamte Areal rund um den Flughafen eine einzige Baustelle mit gefühlten Millionen Hütchen (Pylonen) war, half hier nicht wirklich. Der erste große irische Kreisverkehr mit drei Spuren und Ampelregelung innen sollte dann aber auch der krasseste seiner Art bleiben. Danach ging’s gemütlich auf die Autobahn, wo wir uns erstmal anfreundeten, mein Clio und ich.
Was mich wirklich sehr verwunderte war, dass ich nicht einmal zum Schalten in die Tür gehauen habe. Schalten ging mit Links 😉 – da hatten sich meine Muskeln wohl noch erinnert. In Australien ist mir das öfter passiert. Damit ich ja auf der linken Straßenseite bleibe, hatte ich mir eingeprägt dass neben mir unbedingt die Straße sein muss – und auf gar keinen Fall der Straßenrand. Ging aber problemlos dahin. Ich denke aber es hilft, wenn man mal ein paar Tage nicht gefahren ist. Direkt von einem Auto ins andere? Hätte mich wohl überfordert.

So ging’s mit der Navigon App auf dem iPhone bis nach Clonmacnoise, einer uralten Klosteranlage (10. Jh.) mitten in Irland. Der Weg dorthin führte über enge(!!) holprige Sträßlein mitten durch die Pampa. Sehr schön. Dann ging’s weiter nach Galway. Fast hätte ich einfach wieder umgedreht als ich gemerkt habe, wie voll die Stadt war (Samstag!). Hab mich dann aber doch zusammengerissen – umsonst so weit fahren find nicht mal ich gut.
Es war kühl und windig, aber die Sonne schien und so spazierte ich durch die überfüllten Gassen, immer auf der Suche nach Fotomotiven abseits des Trubels und ohne Touristen im Bild. (Deutsche verreisen schon verdammt gern. Und Michael Mittermeier hat recht mit dem was er über reisende Italiener sagt.)
Am Hafen hab ich dann in einem sehr (sehr) alternativ angehauchten Lokal gegessen. Wär das Cafe in Amsterdam… Aber Hallo! 😉
Hier gab es keine mittelalten Deutschen, sondern zottelige Haare und Klamotten rundum. An jungen Deutschen 😀 (- und anderen Nationen).
Gemütlich halt.

Danach ging es weiter in den Süden durch The Burren zu den Cliffs of Moher. Wenn die Straße nach Clonmacnoise schon ein Erlebnis war, dann waren die jetzt eine Herausforderung. Dankbar für mein kleines Auto wich ich allen Ausflugsbussen auf den engen Hauptstrassen Gassen gekonnt aus 🙂

Leider verschlechterte sich das Wetter bis ich zu den Klippen kam zusehends, aber die Landschaft dorthin war schon sehr nett und irisch – wenn dort auch weniger grün als sonst wo.
Bei den Klippen blecht man 8 Euro fürs Parken, muss dann auch noch hin gehen ( 😉 ich war schon ein bisschen müde vom Fahren) und es war alles nur grau und es regnete. Naja, das erste Mal Pech gehabt.

Direkten Weges ging es nach diesem erfrischenden Aufenthalt nach Limerick zum Hotel. So direkt dann aber irgendwie doch nicht … bin dreimal an der Kreisverkehrausfahrt vorbei gedüst. Aber dafür gibt’s ja Kreisel – zum Umkehren nämlich 🙂
Das Travelodge war echt super für den Preis (€41) und dort hab ich dann auch die Berichte von der Rückkehr der Aschewolke verfolgen können. Sah ja nicht so rosig aus für meinen Flug.

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2 Kommentare zu “East to West

    • Das Gute ist aber: hat man den Kreisverkehr überlebt, geht alles andere ganz leicht 😉
      — Und es gibt ja auch noch diese Wahnsinnserfindung, den Magic Roundabout – da wäre ich auch zu Fuß gegangen. Oder ich würde da in der Nacht üben kommen, bevor ich mich da mit Verkehr reinwage…

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