Therme auf isländisch

Nach dem Ausflug zu den Islandpferden ließ ich mich im Zentrum von Reykjavik absetzen und erkundete die Stadt zu Fuß (inklusive Gepäck – Rucksack und Tasche). Zuerst erklomm ich den Hügel der Domkirche, woraufhin ich im Inneren der Kirche staunte, wie hell es dort war 🙂 Sehr freundliches Interieur hat dieses Gotteshaus.

Danach wanderte ich wieder runter zum Hafen, fotografierte die Skulptur und die Harpa, stellte mich für ein Hot Dog an und besorgte schließlich noch einen Jalapeno Wrap im 10-11. Dermaßen gestärkt strebte ich dem alten Hafen zu, und wäre genau richtig zur Abfahrt eines Walbeobachtungsschiffes gekommen, wenn mich die (deutsche) Dame an der Kasse nicht vor der sehr realen Möglichkeit einer sehr unangenehmen Fahrt gewarnt hätte. Die meisten Passagiere der vorigen Touren litten an Seekrankheit und mir wurde abgeraten mitzufahren, sollte ich anfällig dafür sein (ja, bin ich!). So hatte ich dann ziemlich viel unverplante Zeit vor mir, durch ein kurzes Telefonat konnte ich aber gleich meinen Transfer zur Blauen Lagune um 2 Stunden vorverlegen 🙂

Nach einer halben Ewigkeit bis der Kleinbus endlich voll war (wirklich voll) ging es in Richtung Flughafen, um circa in der Mitte der Strecke die große Straße zu verlassen und durch schwarze Lavafelder zur Blauen Lagune zu fahren.
Das Wasser in diesem Thermalbad ist eigentlich das Abwasser einer geothermischen Stromerzeugungsfabrik, aber völlig unbedenklich – es ist nur das etwas heruntergekühlte Wasser, das beim Verfahren an die Oberfläche kommt.
Mitten in tiefschwarzem zerklüfteten Lavagestein wurde ein Becken für Besucher geschaffen, sowie rundum ein relativ überschaubar kleiner Gebäudekomplex.

Die Umkleidemöglichkeit besteht aus großen Räumen mit verschließbaren Fächern (werden mit einem Armband abgeschlossen) und wenigen wirklichen Kabinen (was amerikanische Besucher wie Amanda mitunter staunen läßt ob der Freizügigkeit der Europäer :D). Nach einer kurzen Dusche darf man den eigentlichen Thermenbereich endlich betreten und sich in das lauwarme Wasser begeben. Ich suchte sofort nach eventuellen heißen Stellen, da mir das alles etwas zu kühl war. Heiße Ströme gibt es immer wieder und an bestimmten Plätzen im Becken, wie zum Beispiel bei einem Mini-Geysir. Außerdem gibt es eine „Pool-Bar“ und die Möglichkeit sich Silica-Schlamm ins Gesicht zu schmieren.

Nach der ersten halben Stunde im Wasser suchte ich den Ruhebereich im Gebäude auf – der bestand aus ca. 10 Liegestühlen. Für geschätzt 1000 Besucher. Dennoch fand ich Platz und konnte Kindle-lesend und Nüsse knabbernd etwas entspannen. Es war auch in diesem Bereich relativ kühl, ich konnte mir ein frösteln aber gerade so verkneifen.
Durch große Panoramafenster konnte man auf die Lagune und die zahlreichen Menschen blicken, die ihn ihr herumdümpelten.

So richtig blau war die Lagune übrigens nicht – vielleicht braucht es dazu eine gewisse Art der Sonneneinstrahlung? (Oder überhaupt Sonne 😀 )

Es ging noch einmal ins Wasser, in die Dampfsauna und kurz in die richtige Sauna, nachdem ich sie endlich gefunden hatte 🙂 und dann unter die Dusche.

Um 21 Uhr ging es dann zum Flughafen, wo ich meine letzten Krona verbrauchte und gemütlich 3,5h auf den Flug wartete…

Advertisements

Ein Kommentar zu “Therme auf isländisch

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s