End of a journey

(Huch, da bin ich schon eine Woche zuhause und habe die letzten beiden Tage unterschlagen… Wird hiermit nachgeholt und rückdatiert, um nicht aus dem Rahmen zu fallen)

Aus dem Plan den Jin Mao Tower zu besteigen und einen River Cruise mitzumachen wurde leider nichts, aber beginnen wir von vorne 🙂

Ich hatte ein gemütliches Frühstück mit Müsli und sechs Monaten alten Illustrierten im Hostel bevor ich mich auf den Weg in das Zentrum machte. Nachdem am Vortag die Tempel besucht wurden, waren heute die rote und die blaue Tour dran. Mit dem roten Bus ging es an das Flussufer, wo ich gleich in den blauen Bus wechselte, da der grad praktisch am Abfahren war. Die blaue Route von Big Bus führt über eine ziemlich spektakuläre Brücke, deren Fahrspuren spiralförmig in die Höhe gehen, bis es „endlich“ über den Fluß geht. Nun im Ortsteil Pudong sah alles etwas anders aus, es war neuer, vor allem die Wohnhäuser sahen nun aus wie typische Gemeinde- oder Plattenbauten. Im alten Teil der Stadt sind zwischen den Geschäftshäusern und Wolkenkratzern noch alte und traditionellere Häuser vorhanden, hier nun nicht mehr. Der Bus fährt an den wichtigsten Hochhäusern vorbei und erklärt brav. Da zwischen den Bussen auf dieser Route ganze 45 Minuten bis zum nächsten Bus zu warten sind, bin ich auf dieser Runde nie ausgestiegen. Mein Plan war es nach Ende der Rundfahrt durch den Fußgängertunnel den Fluß zu unterqueren um dann auf den Jin Mao Tower zu fahren, der im Preis vom Big Bus inbegriffen war.
Nachdem ich am Startpunkt wieder aus dem Bus kletterte, war mir so kalt, dass mein erster Weg mich in den strategisch positionierten Starbucks führte, wo ich im Vergleich zum McDonalds ziemlich viel für meinen Moccha (und den Wrap) bezahlte (ganze 58 Yuan!). Immerhin konnte ich mich schön aufwärmen.

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Skyline von Pudong

Da ich eigentlich auf die Toilette musste, hab ich die öffentlichen WCs dort am touristischen Flußufer auch noch erforscht – aber nicht genutzt. Hockklosetts sind nicht so meins, dann gehe ich lieber nicht…
Der Touristentunnel sollte dann 70Yuan für hin und retour kosten – glatter Wucher! – und so sparte ich mir die Fahrt auf den Tower auch. Bei dem Smog in Shanghai kann man ja eh nicht viel Aussicht erwarten. Auch die Flußrundfahrt (-kreuzfahrt?!) sparte ich mir, weil ich am genannten Startpunkt keinerlei Hinweise auf einen Eingang oder sonst was sehen konnte (beim Vorbeifahren mit dem Bus). Außerdem musste ich ja mal 😀
Also fuhr ich mit dem nächsten roten Bus die Tour fertig und damit der Nachmittag nicht allzu früh endet, ging ich noch die Nanjing Road runter vom People’s Square bis zur Metro Station Nanjing Road East, bevor ich von dort zurück zum Hostel fuhr.

Im Zimmer verkroch ich mich dann unter der Decke im Bett und schaltete die Klimaanlage auf 30 Grad ein, damit zumindest etwas warme Luft in den Raum kommt. Die Putzfrau, die erst um 16 Uhr oder so auftauchte, hatte dafür kein Verständnis (auch mein „No, no service“ wurde nicht verstanden) und machte sich ans (oberflächliche) Fegen und Wischen und ließ die Tür offen. Meine stundenlange Heizerei war damit also wieder vertan und ich musste mich noch mehr ins Bett kuscheln, um nicht zu sehr zu frieren…

Von Shanghai war ich also ingesamt eher unterwältigt, dafür aber von Eindrücken, die ich nicht mehr richtig verarbeiten konnte (?) überwältigt. Ich kann nun sagen ich war auch mal in China, und das reicht mir erstmal. Muss ich nicht nochmal hin, oder Peking anschauen oder so. Reizt mich nicht. Daher war ich am nächsten Tag so gar nicht böse, dass die nächste Etappe meiner Heimreise anstand. Schon früh machte ich mich auf den Weg mit der Metro zur Station wo ich in den Maglev wechseln würde (Longyang Road) und besuchte dort vorher noch ein McCafè, da im Hostel vor 8 noch kein Frühstück zu bekommen war. Muffin und Cappuccino schlugen mit 25 Yuan zu Buche, was im Vergleich zum Konkurrenten mit dem grünen Schild schon günstig ist. Mit dem Maglev ging es dann wieder mit 301km/h zum Flughafen – die Zeitperiode, wo die Magnetschwebebahn mit der vollen Geschwindigkeit fährt, habe ich leider nicht erwischt.

Unproblematisch das Check In, danach hieß es wieder warten. Und natürlich wieder etwas länger warten, denn wie bei China Eastern üblich (100% meiner Flüge) erfolgt der Start später als geplant, diesmal waren es ein-einhalb Stunden. Aber, große Freude beim Einsteigen!, auf diesem Flug gab es einen persönlichen Bildschirm mit einem modernen In-Flight-Entertainment-System! Das nutzte ich natürlich freudig, denn 13 Stunden Flugzeit werden sehr lang, wenn man nicht schlafen kann…

Ich hab mir dann auch fünf Filme angeschaut: 50/50, Anonymous, War Horse, 21 Jump Street und Happy Feet Two. 🙂

Als die Pinguine (!) ihren Schlußtanz aufführten, befanden wir uns auch „schon“ im Landeanflug auf London (immer wieder beeindruckend in London bei Nacht zu landen – so eine riesige Fläche mit lauter kleinen Lichtern…).

Das Finden des richtigen gratis Busses, der mich zu meinem Hotel bringen sollte, gestaltete sich schwieriger als gedacht, außerdem war es kalt und finster und später als geplant. Ich war nicht bereit 20 Pfund für ein Taxi zu bezahlen und diese auch noch extra aus dem ATM zu holen, nur um mein Hotel, das sich in 1km Luftlinie befand, zu erreichen. So fuhr ich schließlich vom Terminal 4 nach Heathrow Central, wo sich die Central Bus Station befand, um dann doch einen der Busse zu erklimmen, der mich in der Nähe des Hotels absetzen würde. Im Bereich des Flughafens sind diese normalen Busse gratis, im Gegensatz zum Hotelshuttle Bus „Hoppa“, der 4,50 Pfund kostet.
Mein Zimmer war Ibis-Standard , hatte sogar zwei Drittel einer Badewanne und ein komfortables Bett. Mehr brauchte ich ja nicht.

Am nächsten Morgen war ich, typisch, zu früh wach und sah etwas fern, bevor ich mich fertig machte und um etwas vor sechs Uhr mit einem Bus wieder zurück zum Flughafen fuhr – somit war ich dann 12 Stunden in London 😀

Der Flieger war pünktlich, die Reisezeit im Vergleich zu den anderen angenehm mit 2,5 Stunden und damit recht rasch vorüber. Ein letztes Mal vertiefte ich mich in Bill Brysons Geschichte der alltäglichen Dinge auf dem Kindle und schon war ich in Wien.
Dort wurde ich von meiner Mutter abgeholt! Direkt in der Ankunftshalle 🙂 Das hatte ich bisher erst zwei Mal und das ist schon nett, wenn man nach wochenlanger Abwesenheit von einem lieben Menschen begrüßt wird. (anstatt wieder allein zum Zug zu laufen und elendslange zu warten und zu sitzen und zu fahren bis man endlich endlich zu Hause ist…)

Mein Privattaxi fuhr mich dann noch zu den Großeltern, zum Einkaufen und nach Hause – wo auch alles in Ordnung, alles an seinem Platz und die Katzen etwas irritiert waren.

Zuhause. Schön. 🙂

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