Neue Tricks

In einem iPad Magazin (Travel Longer) habe ich in der letzten Ausgabe wunderschöne Bilder von Deborah Sandidge gesehen, die tagsüber mit langen Belichtungszeiten gemacht wurden. Sehr beeindruckend!

Santorini, Greece

Deborah Sandidge, Nightscapes: Santorini, Greece

Solche Bilder würde ich natürlich auch gern schießen, und so bin ich dann auf Filter gestoßen. Die Nightscapes wurden mit einem Graufilter gemacht (von der englischen Bezeichnung Neutral Density Filter abgeleitet auch ND Filter genannt) und diese setzen der Kamera quasi eine Sonnenbrille auf. Das Bild wird bei vollem Tageslicht dunkler und ermöglicht längere Belichtungen. Damit bekommt man dann so schöne Effekte wie sanft fließendes Wasser, Beleuchtungseffekte wie beim Bild von Santorin oder von Menschen befreite Plätze. So begann die Recherche ob es das für meine Systemkamera auch gibt. Während der Suche hab ich dann auch noch Grauverlaufsfilter und Polarisationsfilter entdeckt. Verlaufsfilter eignen sich besonders für Landschaftsfotografie, wo man die Landschaft mit einem spannenden Himmel aufnehmen möchte, dabei passiert es aber häufig dass der Himmel überbelichtet und damit ausgewaschen wird. Ein Verlaufsfilter verhindert diese Überbelichtung.
Polarisationsfilter werden verwendet um Reflexionen zum Beispiel bei Wasseraufnahmen zu vermeiden/vermindern.

Einen Verlaufsfilter kann man auch mit Photoshop und anderer Bildbearbeitungssoftware nachstellen, und das habe ich dann gleich mit ein paar interessanten Kandidaten ausprobiert, wo mir das Ergebnis nie so ganz gefallen hat. Die Standard-Nachbearbeitung von Tonwertkorrektur, Schatten und Kontrast haben mir da auch nicht weitergeholfen und durch diese ganze Recherche zu den Filtern habe ich dann das Zaubermittel gefunden, das sich hinter den Begriffen Schnittmaske und Verlaufsebene versteckt.

Beispiele gefällig?

IMG_3843

IMG_4249 IMG_4249_

Man kann damit ganz einfach den Effekt eines Verlaufsfiters nachstellen und erhält wesentlich spannendere und dynamischere Fotos. Erstellt habe ich diese mit dieser Anleitung.

Trotzdem: ein passendes Set mit Pol, UV, ND und ein extra Verlaufsfilter wurden gefunden und schon bestellt 😉

Und irgendwann mach ich dann auch so schöne Bilder wie Deborah. Oder zumindest noch schönere als eh schon.

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3 Kommentare zu “Neue Tricks

  1. Hm, wirklich gut. Würde ich gerne mal ausprobieren – ohne mir gleich Photoshop zu kaufen. Weißt Du zufällig, ob es was tauliches aus dem Open Source Bereich gibt, was sich nicht so kompliziert anfasst wie GIMP?

    • Hm, leider nicht. Paint.net kann Ebenen – vielleicht geht das? — ich hab’s grad getestet: es funktioniert, wenn auch ein bisschen anders. (Sogar ein bisschen einfacher wenn ich ehrlich bin.)

      Kurze Anleitung:
      Bild öffnen mit Paint.net
      Neue leere Ebene
      erste Ebene markieren, alles selektieren, kopieren
      leere Ebene markieren, einfügen
      an der zweiten Ebene Korrekturen anbringen (Histogramm versteckt sich in Korrekturen – manuelle Anpassung)
      Verlaufswerkzeug wählen, Einstellungen: Linear, Transparenzmodus
      Verlauf anbringen
      fertig 🙂

      Privat habe ich ja auch kein PS, aber pscht 😉

      Hier gibt’s vielleicht auch noch Hinweise: http://photo.tutsplus.com/tutorials/creating-real-layer-masks-with-free-software/

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