Wellen, Tiere und endlich Sonne

Am Freitag ging es nach kleinen Startschwierigkeiten auf Surf-Safari. Ich stand bei der Rezeption und hab schon eine Weile gewartet, als plötzlich ein Bus mit Surfboards auf dem Dach auftauchte, nur um auf dem Parkplatz umzudrehen und wieder zu fahren… Ich bin dann erstmal hinterher geschlendert, in der Hoffnung den verwirrten Fahrer davon zu überzeugen mich mitzunehmen. Hat geklappt 😉

Nach Ausfassen des Wetsuits ging es Richtung Norden, durch den Regen muss ich noch erwähnen, bis zum Strand La Laja kurz vor Las Palmas. Die Aussicht war nicht gerade paradiesisch (Ölplattform ?, und Containerschiffe) und direkt hinter dem Strand verlief die Autobahn. Keine Palme weit und breit. Aber wir sollten uns ja auf die Wellen konzentrieren. Die waren ziemlich okay, immer wieder mit ziemlich hohen Sets dazwischen (naja, vielleicht 2m). Nach einer sehr kurzen Einweisung wurde ich gleich ins Wasser geschickt, nachdem ich auf dem Brett gezeigt hatte, dass ich theoretisch (und praktisch, aber auf dem Trockenen!) wusste wie ich zu liegen, zu paddeln und aufzustehen hatte.
Es ging auch ziemlich gut, ich stand sogar zweimal (und zwei halbe Mal), bevor mich eins der höheren Sets erwischte und mir dabei die Kraft ausging. Leider bin ich nicht so fit sie ich es gerne wäre… Also raus aus dem Wasser und eine (lange) Pause gemacht – zuschauen ist ja auch ganz nett! Später bin ich dann nochmal rein und eher im Weißwasser-Bereich geblieben, dort wo die Wellen schon gebrochen sind. Bisschen ging noch, auch aufstehen, aber nicht lang.
Aber ich hab genau das getan was ich wollte, mich nicht unsinnig gequält und hatte einen guten Tag. Der Surflehrer hatte da etwas Bedenken. Die Jungs, die noch mit waren, waren die ganzen zweieinhalb Stunden im Wasser, und sie hatten meinen vollen Respekt, keine Ahnung woher die die Energie nahmen. Surfen ist verdammt anstrengend, und zwar nicht der aufstehen-und-stehenbleiben Teil, den man im Fernsehen sieht 😉

Ich kam noch gerade rechtzeitig zurück zum Hotel, um noch was vom Mittagsbuffett zu ergattern (nein, noch immer nicht besser, aber man muss ja was essen). Danach hab ich nur noch am Pool, auf dem Balkon und in meinem Wohnzimmer gelesen und bin ein bisschen im Pool geschwommen, um etwas dem drohenden Muskelkater entgegen zu wirken.

Am Samstag war es endlich mal schön in der Früh, und ich bin mit dem kleinen Skoda zum Palmitos Park gefahren, wo ich Punkt zehn zu den ersten gehörte die eingelassen wurden.
Der Park ist wirklich toll und trotz des Preises (29€) definitiv einen Besuch wert. Es ist ein Tierpark mit einem botanischen Garten, Vogelshows und einer Delfinshow, mitten in einem Canyon. Sehr hübsch angelegt. Mir taten die Vögel ein wenig leid in ihren Käfigen, aber das ist in allen Zoos so. Die Delfine waren toll, wenn auch in einem zu kleinen Becken, natürlich. Es schien ihnen aber gut zu gehen, soweit ich das beurteilen kann. Die Tricks waren fantastisch, und ich war wieder mal zu Tränen gerührt – ich weiß auch nicht was es ist, dass diese Tiere mich immer so berühren.

Gegen Nachmittag kamen wieder Wolken auf, wenn auch kein Regen. Nachdem ich wieder kurz vor knapp zum Mittagessen kam, folgte die selbe Routine wie am Tag zuvor.

Heute am Sonntag war endlich mal ein Tag ohne Wölkchen am Himmel, und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben, auch wenn draußen am Atlantik und in den Bergen die Wolken hingen.
Heute ging es mit dem Mietwagen zum Playa Amadores, ein paar Kilometer weiter westlich von Maspalomas. Dort verbrachte ich einen sonnigen Strandtag mit schwimmen und lesen.
Bisher ausgelesen: fünf Bücher, alle englisch, vier Frauenromane über Neuseeland und die All Blacks* (ja, das geht B-) ) und Inferno. Das fünfte und letzte NZ Buch wartet noch für morgen auf mich. Für den Flug muss ich mir dann wohl was anderes suchen.

So, ein Tag noch, dann geht’s wieder nach Hause. 🙂
Ich glaube ich habe in meinem Erwachsenenleben noch keinen Urlaub gehabt, wo ich so wenige Kilometer gefahren oder gegangen bin…
Und ich habe definitiv noch nirgends so viele (schlechte) Tätowierungen auf einem Haufen gesehen.
Oder so viele unvorteilhaft gekleidete Menschen. Diese gemusterten  Flatteroveralls tun wirklich keinem einen Gefallen, den Britinnen scheint’s aber zu gefallen.

* Neuseeländische Rugby Nationalmannschaft

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