London, kurz und kalt

Der Flug mit Ryanair war unaufregend (das ist immer gut bei einem Flug ;) ), nachdem wir mit 90 Minuten Verspätung endlich gestartet waren.
Wir nutzten den National Express Bus von Stansted zur Finchley Road, wo sich unser Hostel befand. Trotz der Verspätung brauchten wir beim Bus nicht nachzahlen :)

Das Hostel war trotz leerem Handyakku (und damit navigationslos) schnell gefunden, und unsere Stockbetten bezogen (top bunk in 3-Stock-Stockbetten). Das Zimmer war klein, vollgestellt und die Mitbewohnerinnen teilweise extrem unhöflich – Koffer reorganisieren mitten in der Nacht mit haufenweise Raschelsackerl sollte wirklich nicht nötig sein. Abgesehen davon waren die Betten bequem, die Vorhänge vor jedem Bett sehr willkommen, und das Gemeinschaftsbad ausreichend und immer sauber. (Palmers Lodge Swiss Cottage)

Mit unseren Oystercards ging es am nächsten Tag mit der Tube ins Zentrum, nach kurzem Herumwandern bei Westminster fanden wir den richtigen Busstop und die Tour konnte beginnen (Original London Sightseeing Hop On Hop Off Tour). Wir fuhren bis zum London Tower, und besuchten selbigen auch gleich. Da es regnete gab es leider keine Tour mit einem Beefeater, es war kalt und nass und windig und daher ziemlich ungemütlich. Die Kronjuwelen glitzerten aber unbeeindruckt davon vor sich hin ;)

Tower of London und London Bridge – bei typisch englischem Wetter

Nach der Runde im Tower mussten wir uns dringend aufwärmen und nutzten daher ein sehr nahes Wagamama Restaurant. Gestärkt und aufgewärmt ging es weiter mit der Bustour.
An diesem Tag war Australia Day und wir waren eigentlich bereit in ein Pub zu schauen und uns etwas unter die Aussies zu mischen, aber das welches wir ansteuerten hatte eine sehr lange, stillstehende Schlange von jungen Menschen mit Australischen Flaggen vor dem Eingang und daher verzichteten wir.
Relativ früh am Nachmittag fuhren wir daher zurück Richung Hostel, kauften noch etwas im Supermarkt ein und zogen uns zurück. Naja, hauptsächlich ich, weil ich bin einfach weggebrochen. :D Maria wäre noch zu Schandtaten bereit gewesen…

Am zweiten Tag besuchten wir am Vormittag (pünktlich um 10) das Naturhistorische Museum, wo die Ausstellungsstücke weniger beindruckten als die Architektur des Gebäudes.

Natural History Museum, Eingangshalle

Danach nutzten wir wieder einen HoHo Bus um nach einer kleinen Runde am Piccadilly Circus auszusteigen. Wir wanderten durch Soho auf der Suche nach Fish&Chips und obwohl vom Handy geführt, entschieden wir uns spontan für ein Mini-Restaurant mit Namen Mediterranian Cafe – etwas weniger traditionell als von uns geplant, aber sehr lecker und wesentlich preiswerter als die englischen Pubs. Frisch gestärkt machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum London Eye, das wir für 16:30 gebucht hatten.
Es waren wenig Leute dort, die Gondel (?) war daher nicht voll (nur 6 Personen) und zum Fotografieren ist die Fahrt super. Leider spielte das Wetter noch immer nicht ganz mit, und so habe ich jetzt viele graue Bilder von London von oben :)

Blick auf Westminster vom London Eye

Noch ein wenig an der Southbank mit der Kamera herumgespielt, bevor wir zurück fuhren, und in das Pub nahe dem Hostel einkehrten.
Am nächsten Tag machte ich die (gerade noch rechtzeitige) Entdeckung dass ich mich mit der Buszeit vertan hatte. Aufs Frühstück musste also verzichtet werden, und wir erreichten den Bus, der nur einen Slot später als der geplante (und gebuchte) war. Und wir durften wieder problemlos mitfahren (beim Ankommen war noch Ryanair schuld, nun wäre das voll auf meine Kappe gegangen…).

Das Frühstück nahmen wir dann am Flughafen ein, ein traditionelles English Breakfast. Das gab Energie für den Rest des Tages :)

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Ereignislos ging es wieder zurück nach Linz, wo ich mich von meiner Reisebegleitung verabschieden und mein Auto ausgraben musste.
Bei der Heimfahrt hatte ich noch Glück mit dem Wetter, es war nur etwas salznass. Zuhause erwarteten mich liebesbedürftige Katzen und 15cm Schnee.

Tipps für London:

  • Wer mit dem Bus oder dem Zug mit National Express fährt (und eine Reisebegleitung hat) kann von 2for1 Aktionen für Sehenswürdigkeiten profitieren. (Wir haben das für den Tower of London genutzt)
  • Bei 365tickets.co.uk gibt es günstige Kombi-Tickets (haben wir für Bus + London Eye genutzt)
  • U-Bahn fahren ist teuer, die Oystercard erleichtert nur das Handling, es gibt keine günstige Variante für den Public Transport (außer man nutzt ein sowieso vorhandenes Hop On Hop Off Ticket für den innerstädtischen Transport)
  • Wasserdichte Kleidung zahlt sich aus ;)

Der Rest der (veröffentlichten) Fotos

6 thoughts on “London, kurz und kalt

    • Travelcard ist nur eine Tageskarte, kostet 7 Pfund irgendwas, und wenn dieser Betrag innerhalb eines Tages auf der Oyster Card erreicht ist, stoppt sie das Abbuchen. Sehr praktisch das!

      (Soll heißen: Special Travel Card nicht notwendig!)

      • Außer man will keine Oyster „kaufen“, da sind irgendwas bei 3 Pfund non-refundable Gebühr fällig oder so. Ich hatte das Glück mir die Karten ausborgen zu dürfen.

      • Eben, sehr praktisch – und sieben Pfund für unlimited use ist doch nicht so viel, zumal es bei Mehrtagesbuchungen noch günstiger wird.

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