OWD: Pool

Vor lauter Kreuzfahrerei und Projektbesprecherei kam ich noch gar nicht dazu das letzte Abenteuer zu beschreiben!

wpid-452014133931.jpgAm Sonntag, dem 5. Mai, ging es mit den anderen Tauchschülern und unserem Lehrer in einen Pool, der neben den üblichen Becken auch noch einen 5 Meter tiefen Bereich bot.
Erstmal durften wir uns akklimatisieren und etwas mehr aufwachen (es war 8:30) und in Badekleidung ins Wasser um ein paar Runden zu schwimmen – vermutlich diente das auch dazu, zu vermeiden einen Nichtschwimmer mit der kompletten Ausrüstung ins Wasser zu werfen…

Dieser erste Test wurde von allen bravourös gemeistert und so durften wir, nun klatschnass, unsere Ausrüstung anlegen – die bestand aus einem 7mm Neoprenanzug und der ABC Ausrüstung. Damit ging’s dann wieder ins Wasser, um ein wenig zu schnorcheln, uns abzukühlen und festzustellen wie viel Auftrieb so ein Anzug schon bietet.

Jetzt waren wir schon fast bereit für eine Pause… 😉 Aber jetzt ging’s erst richtig los. Das Zusammenbauen der Gerätschaften wurde nach der Demo bei der Theoriestunde noch mal schnell gezeigt und dann mussten wir ran. Die Flasche an das Jacket schnallen, dann die Luftversorgung an die Flasche schrauben, alles schön ordentlich an der Jacke festmachen oder außer Gefahr ablegen. Danach wurde alles mit Hilfe des jeweiligen Buddys (und des Tauchlehrers) auf die Schultern gehievt und angezogen, bevor es vorsichtig über die Treppe ins Wasser ging.

Klar dass erstmal ein paar Minuten folgten, in denen wir uns mit dem ungewohnten Zeug im Wasser bewegten und uns damit vertraut machten. An „Land“ beim Anlegen und Überprüfen der Ausrüstung hatte ich vorhin schon mal zum allerersten Mal aus dem Atemregler geatmet und das war schon spannend. Unter Wasser natürlich noch mehr 😉 – aber wer Schnorchelerfahrung mitbringt, wird mit dem Atmen unter Wasser wenig Probleme haben.

Nach der Bleiverteilung, um einen einigermaßen neutralen Auftrieb zu erreichen, ging es an die Übungen – und das waren einige. Das berühmte Ausblasen der Maske war da natürlich auch dabei. Für uns Kontaktlinsenträger war das etwas komisch, da wir die Augen fest verschließen mussten dabei (sonst schwimmen einem die Linsen davon) und der Tauchlehrer uns in den Arm kniff um anzuzeigen wann die Maske wieder leer war und wir wieder blinzeln durften. 🙂 Auch das Abnehmen der Maske unter Wasser und wieder aufsetzen wurde geübt. Jede Übung wurde dabei über Wasser einmal gezeigt und erklärt, dann wurde abgetaucht und der Tauchlehrer machte alles unter Wasser vor und zeigte dann an dass man selbst dran ist.
Die Übungen haben alle auf Anhieb funktioniert und wir waren insgesamt einfach eine sehr talentierte Gruppe. Die einzigen Probleme zu Beginn hatten wir, als wir während der Durchführung dazu neigten abzutreiben. Wenn man so schwerelos im Wasser hängt ist es gar nicht so leicht an Ort und Stelle zu bleiben (und in der richtigen vertikalen Ausrichtung 😉 ). Es wurde dann noch das Tauschen des Atemreglers mit dem Buddy geübt, und, eine sehr interessante Aktion war auch noch den Regler aus dem Mund zu nehmen und die durch die aktivierte Luftdusche ausgestoßene Luft zu atmen. Ist wie wenn man den Kopf unter den Wasserhahn hält um zu trinken – nur genau andersrum 😀

Ich glaube danach hatten wir Mittagspause bevor es ins tiefe Wasser ging.
Im tiefen Becken musste ich beim Abtauchen dann meine Angstaktion durchführen – den Druckausgleich. Da ich immer beim Bergfahren oder im Flugzeug Probleme damit habe und beim Schnorcheln schon spüre wenn es zu tief wird, hatte ich davor den meisten Respekt. Dass ich dachte ich könnte das einfach nicht, ist auch einer der Gründe die mich bisher von einem Tauchkurs abgehalten haben.
Aber, es klappte einwandfrei! Ich bin sanft abgetaucht, nicht zu schnell (was leicht passieren kann, wenn man Luft aus dem Jacket langsam ablässt, sich die übrige Luft aber zusätzlich auch noch immer rascher komprimiert) und ich konnte den Druckausgleich ganz locker durchführen. Ohne Schmerzen, ohne Wiederholung, ohne wieder auftauchen. Wahnsinn! 🙂 Um auf den Grund des Beckens zu kommen, musste ich 3-4 mal einen Druckausgleich machen.

Nachdem wir das gemeistert hatten, absolvierten wir noch ein paar Übungen am Boden des tiefen Beckens. Unter anderem eine Notübung, wo man den Zweitregler des Partners bekommt und gemeinsam auftaucht. Das war das einzige Mal wo ein klitzekleiner Moment von Panik anklopfte: es dauerte mir schon etwas zu lang bis ich den Oktopus des Partners endlich bekam und ich war dann etwas zu schnell mit dem Einatmen, ohne vorher das Mundstück komplett von Wasser zu befreien. Aber sobald ich die Luftversorgung wieder im Mund hatte war der Moment vorüber und das bisschen Wasser das ich beinahe eingeatmet/geschluckt hätte wieder draußen. Der Aufstieg erfolgte dann problemlos.

Zum Abschluss (nach Ablegen, Abspülen und Zusammenpacken) wurde dann noch das Dive Log geschrieben, siehe oben.

Am 25. Mai geht es dann in einen See! Ich bin aufgeregt!!

Taucher Tariersystem
brauchen Bleisystem
saubere Schnallen
Luft … Luft
OK Rest, Buddybesprechung, Handzeichen

Der Merksatz für den Buddycheck

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3 Kommentare zu “OWD: Pool

  1. Cool. So soll das auch laufen. Ich war leider in einer schlechten (deutschen) Tauchschule in Indonesien. Nach einer halben Stunde Einführung im Pool ging es (direkt nach dem Mittagessen) ins Meer. Auf dem Boot ist das Ventil meiner Flasche mit einem lauten Knall explodiert. Das wurde dann notdürftig zusammengeflickt und dann ging es ins Meer. Das Gewicht drückte auf meinen vollen Magen und in die Flasche hatte ich auch kein Vertrauen mehr, dann kam noch starke Unterwasserströmung dazu, wo ich noch nicht mal richtig in der Lage war meine vertikale Ausrichtung zu halten… Das war leider eine sehr unschöne Erfahrung.
    Aber die Unterwasserwelt war traumhaft!
    Ich hätte es auf jeden Fall auch lieber so gelernt wie du :o) So hat es mir leider die Lust am Tauchen verdorben.

    Habe übrigens gerade ein tolles Tauchbuch gelesen. Kann ich dir empfehlen:
    http://awesomatik.com/2014/05/20/shadow-divers-robert-kurson/

    • Oh, das ist aber schade!
      Aber mit ein Grund warum ich mich für den Tauchkurs zuhause entschieden habe, statt an „spannenderen“ Orten wie Ägypten oder Thailand. Hast du den OWD denn fertig gemacht, trotz der negativen Erfahrungen? Vielleicht ergibt sich ja ein Update Kurs und die Lust am Tauchen kommt wieder 🙂

      • Nee, ich hatte kein Vertrauen mehr in den Tauchlehrer und habe dann abgebrochen. Aber wenn ich lese, wie es bei dir läuft, dann könnte ich es mir doch wieder vorstellen…

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