Abenteuerurlaub auf dem Atlantik – Bericht (2)

Und weiter geht’s bei meiner spannenden Reise! Nach dem überaus angenehmen Dinner, aber dennoch sorgenvollen Nachmittag und Abend in Barcelona erwachte ich am Tag der Einschiffung einigermaßen entspannt in meinem Hostelbett. Die Nacht im Vierbettzimmer war vollkommen okay, das gemeinschaftliche (Damen) Bad frei wenn ich es brauchte und sauber.

Die Kreuzfahrt beginnt! 26. Oktober 2014

Aus dem Hostel müsste ich bis 11 auschecken, und der Check In für das Schiff beginnt praktischerweise auch circa zu dieser Zeit. Da ich also maßig Zeit (aber kein Geld) hatte, machte ich mich auf den Weg zu meinem Lieblingsplätzchen um den Hafen zu beobachten. Das Hostel hatte ich aufgrund der Lage ausgesucht – es befindet sich in Laufweite zum Hafenshuttle, zur Las Ramblas und eben auch zum Mont Juic. Und diesen erklomm ich an diesem Morgen. In der Sonne war es bereits um 9 Uhr morgens angenehm warm bis schweißtreibend (je nach Intensität der Stufenbewältigung) und bald war ich unter dem Castell und konnte die Epic erblicken. Ich spazierte noch eine Weile auf dem Hügel herum, und machte mich dann auf den Weg zur Polizeistation, da ich die klitzekleine Hoffnung hatte, dass mein vermutlich sofort weggeworfenes Geldtascherl samt Karten eventuell aufgetaucht war. Dem war leider nicht so, aber probieren musste ich es. (Leider war auch der überaus attraktive junge spanische Polizist vom Vortag nicht anwesend. Schade. 😉 )

Danach machte ich mich auf die Suche nach einem Frühstück, und wurde in einem kleinen Supermarkt an der Ramblas fündig. Fruchtsaft und Schokodonuts um wenig Geld – machten satt und reichten erstmal. Auf dem Schiff könnte ich dann essen so viel und so gesund ich wollte. Ein Telefonat mit meiner Mutter zur weiteren Klärung meiner Finanzen gab es auch noch, und ein Vorschlag einer Mitreisenden vom Abendessen wurde besprochen, sowie die Option einen weiteren Versuch mit Western Union zu starten, sollte das nicht funktionieren. Ich könnte das Geld dann in Madeira abholen.

Es ging dann auch bald Richtung 11 Uhr und ich verließ das Hostel. Ich wurde noch einmal gefragt ob sich alles für mich geklärt hatte und sehr nett verabschiedet, bevor ich mich mit meinem Rucksack und meinem Koffer auf den Weg zum Portbus machte. Der kostet 2 Euro für eine Richtung und ist sehr sehr praktisch – zum Hafenterminal zu laufen würde ich definitiv nicht empfehlen (und ich laufe/gehe bekanntermaßen fast jede Strecke in einer Stadt). Koffer abgegeben, ESTA vorgezeigt und schon stand ich in der Check In Schlange. Daten wurden erfasst, ein Bild von mir gemacht und mit meiner Schlüsselkarte verknüpft und zwecks On Board Account wurde ich zum Cashier verwiesen, den ich später auf dem Schiff aufsuchen sollte. Wenn eine Kreditkarte verfügbar ist, wird diese gleich beim Check In erfasst.
Nach einer kurzen Wartezeit im Terminal konnte ich dann auch schon aufs Schiff! Ach wie war das schön! 🙂

Mein erster Weg führte mich zum Essen ins Garden Cafe (das Buffet des Schiffes), wo ich einen Salat mit Aussicht genoß. Bald danach konnte ich dann auch schon mein Handgepäck (den Rucksack) in meine Kabine bringen. Nach einer kurzen Inspektion der Balkonkabine (super!) begab ich mich dann auch die Mission „Geld fürs Schiff“.
Eine Option war natürlich, die 200 Dollar, die ich in bar hatte, auf das Schiffskonto zu geben, aber das wollte ich lieber als letzte Lösung betrachten. Stattdessen fragte ich am Schalter der Guest Services ob ich die Kreditkarte meiner Mutter – die ich natürlich nicht physisch bei mir hatte – verwenden könnte. Diesen Tipp hatte ich eben am Vorabend erhalten. Mit der Bank und dem Kreditkarteninstitut (Visa) war das schon geklärt, meine Mutter hatte die Situation bereits erklärt, nachdem sie nach den Western Union Versuchen angerufen wurde. Die Aussage war ich könnte die Kreditkarte verwenden, solang nur das Schiff bzw. die Reederei abbucht. Für andere Einkäufe würde es nicht funktionieren. Klang gut für mich. Mit dieser Information stand ich also vor der Guest Service Dame und versuchte mein Glück. Ich wurde zuerst nicht verstanden, dann wurde gesagt das geht nicht, woraufhin ich aber darauf bestand dass es gehen müsste und dass ich wirklich diese Option bevorzugen würde. Daraufhin wurde der Supervisor zu Rate gezogen, dem ich nochmal alles erzählte, der nochmal sagte das geht nicht, bevor er nach meinem neuerlichen Protest dann – tadaaaaa! – ein fertiges Formular hervorzog, das genau diesen Fall abdeckte. Hmpf, ja warum denn nicht gleich so?!
Das Formular verlangte nach den Informationen meiner Mutter, der Kreditkarte natürlich und nach einem Bezugsrahmen. Das von mir vorausgefüllte Formular wurde eingescannt und per Email an meine Mutter geschickt, die unterschreiben musste und Kopien/Scans von Führerschein und Kreditkarte beilegen musste. Nach einigem Hin und Her konnten wir den Prozess schließlich endlich abschließen.

Zeit für einen Drink!!

Erwähnt sei hier noch, dass die (durch die EU nun) günstigen Roamingkosten es mir ermöglichten mit meiner Mutter quasi in Dauerkontakt zu sein, um den Vorgang zu steuern. Und dass ein gewisser Zeitdruck bestand, da wir um 18 Uhr ablegen und Barcelona verlassen würden. Ungefähr um 17 Uhr war dann auch endlich alles geklärt und ich konnte mich beruhigt zum Sail Away begeben, meinen neuen Bekannten mitteilen, dass ich nun über ein „normales“ Schiffskonto verfügte und diesen Drink bezahlen und genießen konnte 😀

Der nächste Weg brauchte mich dann auch gleich zum Spa Bereich des Schiffes, wo ich – wie ursprünglich geplant – einen Spa Pass kaufte.
Am Abend besuchte ich mein erstes (von vielen) Friends of Dorothy Meetings, das an der Shakers Bar stattfand. Dort quatschte ich eine Weile mit meinen netten Mitfahrern, bevor es in einer kleinen Gruppe zum ersten Abendessen auf dem Schiff ging. Wir wählten das O’Sheehan’s Pub, und ich entschied mich für Mozzarella Sticks und Chicken Tenders. Danach wurde noch spontan ein Cabin Crawl veranstaltet (in unserer sehr kleinen Gruppe) und Erika und mir eine 2 Bedroom Suite im exklusiven Haven Bereich des Schiffes gezeigt. Schon sehr nett was man mit „ein wenig“ mehr Geld bekommen kann. Ich war aber sehr glücklich mit meiner kompakten aber ausreichenenden Balkonkabine 🙂

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Nach diesem ereignisreichen Tag schaffte ich es dann nicht mehr in die Disco zu den anderen und verkrümelte mich gleich Richtung Bett. Das musste schließlich ausgiebig getestet werden.

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2 Kommentare zu “Abenteuerurlaub auf dem Atlantik – Bericht (2)

  1. Für mich nach wie vor unfassbar: Eine schwimmende Stadt, in der man ein Zimmer hat, das durch die Welt schwebt. Ts.

    Warum hat Western Union eigentlich nicht geklappt?

    • Fraud Detection bei der Kreditkarte und Stornierung des Vorgangs, und ein zweiter Versuch (nach Information an Visa/Bank) wurde von WU storniert. Wir sind nie drauf gekommen warum es nicht geklappt hat. Aber für den Versuch Geld in Madeira zu bekommen wäre meine Mutter direkt zur Bank gegangen und hätte das dort veranlasst. Mussten wir dann ja aber nicht nutzen.

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