Tokio – Sky Tree, Asakusa, nicht immer alles toll

An meinem ersten Tag in Tokio nahm ich nach einem gemütlichen Frühstück mit japanischen und westlichen Gerichten die Metro bis unter den Sky Tree. Dieser Turm befand sich das letzte Mal (2011) noch im Bau, aber heute war er dran. Und endlich, endlich ging es auf dieser Reise hoch hinaus. Sehr hoch sogar. Der Turm ist 634m hoch, und damit einer der höchsten der Welt, es gibt Aussichtsplattformen auf 350 und 450m. Ich begnügte mich mit der unteren Ebene, ich glaube nicht, dass man bei nochmal 100m mehr um €10 mehr Aussicht hat ;)

Diesmal war der Tag goldrichtig gewählt, ein schöner, blitzblauer Frühlingstag, der Wind ließ Wolken und Dunst keine Chance.
So konnte ich über das ganze Stadtgebiet bis zum Berg Fuji sehen. Und mit mir gefühlte 10.000 andere Leute.

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Das Ticket für die erste Ebene (350m) kostet ¥2060, wem eine Stunde ca. acht Euro wert ist, der kann sich ein Fast Track Ticket für Ausländer holen (¥2850sowas, Reisepass benötigt).
Das Ticket für ganz oben gibt es nur auf der ersten Ebene zu kaufen (nochmal anstellen) und kostet ¥1060. Damit geht es dann auf die 450m. Mehr geht glaub ich nur in Dubai.

Natürlich gibt es einen Giftshop (wo ein neuer Kugelschreiber zu mir fand ;) ) und im Sky Tree Zentrum gibt es ein Einkaufszentrum. Mit sehr schönen Geschäften muss ich sagen, und sehr netten Souvenirs. Mich hat es trotzdem nur zum Foodcourt getrieben, wo ich nach drei Runden zwecks Übersicht schließlich mein Mittagessen kaufte.

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"Kake" Udon (ich trau mich ja fast nicht, den Namen zu schreiben...), mit Tempura Ei und Gemüse

Das weiche Ei wanderte gleich mit in die Suppe, und das Tempura Gemüse wurde getunkt. Ich bin mir nicht sicher ob man es so macht – aber es war sehr lecker! Dieses Sporkdings hab ich nicht gebraucht. Obwohl die dicken, schlüpfrigen Udon Nudeln Geduld verlangten, wurden alle mit den Stäbchen in den Mund befördert. :)

Nach diesem sehr verdienten und sehr guten Mittagessen ging es zuerst zu einem Schrein in einem hübschen Park, quasi unter dem Turm und neben dem Fluss, bevor ich weiter nach Asakusa zum Senso-ji Schrein spazierte.
Hier gab es beim Schrein und rundherum in den Straßen wieder Massen an Menschen, und zusammen mit diversen körperlichen Beschwerden, gab ich mich schließlich geschlagen und kehrte zum Hotel zurück.

Der Frühling spielt sein böses (Allergie-)Spiel mit mir, ich hatte Rückenschmerzen und später sollten auch noch Bauchkrämpfe dazu kommen.
Also insgesamt fühlte ich mich da nicht so besonders. Und ich muss sagen, nach gerade mal einer Woche: ich vermisse Menschen! Also, nicht unbedingt die lauten, quiekenden Massen hier, davon gibt es ja genug, aber meine Menschen: Familie, Freunde und meine Zumbaleute. Unglaublich. Meine nomadischen Zeiten scheinen vorbei. Ich bin mir nicht sicher was ich davon halten soll. :-|

Wie auch immer, ich bin ja hier und ihr seid dort, und ich mach schon das Beste draus :)
Ein Tief darf erlaubt sein.
Und, ehrlich gesagt, nach einem Bad (wieder in einer asiatischen Sitzwanne, aber größer als die in Seoul), süßen Luxus-Erdbeeren und trinken (Wasser! Ich mache die zu geringe Flüssigkeitszufuhr teil-verantwortlich) geht es dem Körper etwas besser.

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Peekaboo

Und für den Rest: ich freue mich über alle Kommentare, über viele noch viel mehr, und wenn ich sie dann noch verstehe bin ich begeistert!

6 thoughts on “Tokio – Sky Tree, Asakusa, nicht immer alles toll

  1. 1. du bist nicht allein. Du trägst uns ja mit dir rum.
    2. Massen an fremden Menschen mach halt, das man sich allein fühlt.
    3. Sowas kommt vor, manchmal rennt die Abenteuerlust ein Stück vor und lässt dich ganz kraftlos zurück. Aber sie wartet hinter der nächsten Biegung auf Dich, dann geht es gemeinsam weiter.

    • 1. Dankeschön, stimmt.
      2. Stimmt wohl auch. Vor allem wenn die alle so viel und so komisch reden ;)
      3. Mal schauen. Heute (einmal schlafen zwischen dem Beitrag und jetzt) muss ich es langsamer angehen, beziehungsweise später starten. Entgegen der Hoffnung gestern geht es dem Bauch nicht besser, und aufrecht stehen führt zu Schweißausbrüchen. Da bleib ich doch lieber noch etwas liegen ;)
      Die Abenteuerlust muss also noch etwas auf mich waren, bis ich aufhole.

  2. Ich bin gerade zufällig auf deinen Blog gekommen und finde ihn auf jeden Fall sehr interessant…und an dieser Stelle direkt: ich bin sehr neidisch. Ich war 2010 in Japan, unter anderem auch in Tokyo, und da war der Skytree noch nicht fertig. Wir waren darum „nur“ auf dem Tokyo Tower und noch so einem anderen Hochhaus, aber ich würde gerne noch mal hin und die Aussicht vom Skytree aus genießen :)

    • Hallo! Wie geschrieben war ich 2011 schon mal hier, da war der Sky Tree auch noch nicht fertig. War schon schön die Aussicht jetzt, man ist wirklich sehr hoch oben. Wenn ein bisschen weniger reicht, dann ist das Shinjuku Government Building auch vom okay – und das ist kostenlos!

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