Kreuzfahrt, olé

Ja, ich bin schon wieder hinten nach… Aber jetzt gibt’s einen kurzen Bericht von meinem letzten Abenteuer auf hoher See.

Unterwegs zum Schiff hatte ich ein wenig Zeit und hab diese mit dem Schreiben einer Notiz verbracht:

Vorbereitung

Das Kofferpacken für die Kreuzfahrt zog sich diesmal über drei Wochen 🙂
Viele Überlegungen spielten eine Rolle: Koffergröße, Zumba, Halloween, warme Kleidung, Badesachen, hübsche Sachen, wie viele Schuhe, wie viel Kosmetikzeug, aufteilen auf Koffer und Handgepäck falls der Koffer nicht mitkommt.

Zuerst hatte ich eine (sehr hübsche) Tasche als Handgepäck vorgesehen und befüllt, nach Kopenhagen mit meinem treuen Rucksack musste nach Anblick der armen Menschen mit Rollkoffern und Taschen dann doch wieder der nicht so stylische Rucksack mit.
Der aufgegebene Koffer ist mittelgroß – und rot. Falls er auf dem Weg zum Schiff verloren geht, gibt es keine Möglichkeit den nachgeliefert zu bekommen. Vom Hubschrauber werden sie ihn kaum abwerfen… Also musste ich alles aufteilen, um für alle Events vorbereitet zu sein. Da ich für Halloween Teil einer Gruppe bin, musste auch das Kostüm ins Handgepäck.

Zwei Stück Kameras sind dabei: die bewährte Olympus Pen Mini mit dem Pancake Objektiv und Ladegerät, sowie die neue Actioncam (SJ4000 wifi) inklusive Zweitakku und Ladegerät und diverses Zubehör zur Befestigung an Körper und Balkon… (Ich habe mal geteasert: ich hatte zwei Kameras zum Vergleichen bestellt und eine zurück geschickt, nix mit 3D 🙂 )

Dann vom Technikkram nur noch der Kindle und das Nexus 4 (weil der Kamera bei meinem eigentlich aktuellen Smartphone Xiaomi Redmi 2 pro fehlt grad was, Grippe oder so 😉 ).

Am Vortag war ich dann noch im Büro (obwohl mein Hirn eh zu nix zu gebrauchen war) und von dort ging es fast direkt, mit Umweg über Frisör, Richtung Wiener Flughafen, wo ich in der Nähe übernachtete. Dann hieß es am nächsten Tag zittern, bis ich es tatsächlich auf das Schiff geschafft habe (beim Schreiben dieser Zeilen sitze ich im BA Flug nach London, von dort geht es mit National Express Bus nach Southampton, und dann mit Taxi zum Hafen… ETA 14 Uhr UK Zeit, das Schiff legt um 17 Uhr ab – das ist etwas knapp um nicht nervös zu sein.)

Für die Nerven ist eine Anreise am gleichen Tag zu einer Kreuzfahrt wirklich nicht zu empfehlen. Also, zumindest sicher nicht für meine Nerven. Ich war sehr angespannt, aber schließlich klappte doch alles wie geplant, und mit Taxi fuhr ich dann rechtzeitig zum Einschiffen (ca. 14:20) am Terminal in Southampton vor. Kommunizierte Check In Zeit für das Schiff war bis 15 Uhr vorgesehen, ob das eingehalten wurde, weiß ich nicht, aber das konnte mir dann ja schon egal sein.

Nach dem Betreten des Schiffes traf ich gleich im Atrium Bereich (in etwa wie eine Lobby in einem Hotel) drei meiner Bekannten vom letzten Jahr. Wir verabredeten uns für später und ich zog weiter in Richtung meiner Kabine.

Die war schnell gefunden, ausreichend groß, überraschend anders angeordnet als die extra durchgeführte Änderung per Telefon vermuten ließ (ich wollte das Bett beim Balkon, und hatte dafür extra angerufen und eine andere Kabine bekommen – anscheinend wussten die in Miami aber auch nicht wie das Schiff wirklich eingeteilt war), aber schön.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Standard Balkonkabine Norwegian Escape, #13294

Frisch machen, Nahrung suchen und dann auf zur Sail Away Party. Dieser erste Abend sollte meine größte Partynacht werden, weil ich so aufgeregt war die ganzen Leute wieder zu sehen, und das Getränkepaket hatte, und weil mein angespannter Tag einfach dazu führte… Am nächsten Tag war ich dementsprechend etwas angeschlagen, und die heftige Bewegung des Schiffes aufgrund des Wetters und der rauen See halfen da auch nicht gerade.

Das war aber alles schnell überwunden, und schnell stellte sich mein Kreuzfahrtalltag ein: schlafen, Frühstück, meistens Spa, Mittagessen, ein Schläfchen in der Kabine, Abendessen, Treffen an der Bar mit den Männern. Das Wetter blieb leider englisch, und dass das Schiff für karibische Verhältnisse ausgestattet war, konnte man schon deutlich merken. Es wurde viel geschlafen in diesen ersten sieben Tagen…

Unterbrochen wurde meine Routine nur von meinem Zumba Kurs, der jeden zweiten Tag (insgesamt viermal) stattfand. Definitiv mein Highlight der Reise, so viele Menschen, eine tolle Aufnahme, großartige Energie, Leute, die nach der Stunde zu mir kamen um zu tratschen und sich zu bedanken. Sehr cool! Nach der ersten Stunde, konnte ich mit Hilfe des Schiffstechnikers dann sogar das Videosystem nutzen, und ich wurde hinter mir noch mal groß projiziert, damit auch die in den hinteren Reihen eine Chance hatten, meine Füße zu sehen. 🙂

Am Schluss wurde ich vom Schiff, auf Anregung einiger meiner Teilnehmerinnen, dann noch zu einem Spa Treatment eingeladen. Ich entschied mich für eine Hot Stone Massage für den letzten Tag, die mir wirklich sehr gut tat.

Abgesehen davon gab es noch Halloween, sehr nette Dinner (Cagney’s, Bayamo und La Cucina) mit meinen Freunden, einen Besuch des außergewöhnlichen Hochseilgartens und recht viel Zeit im Spa mit Sauna und bequemen Liegen. Auf die Wasserrutschen verzichtete ich, da ich gleich am dritten Tag von einer recht heftigen Erkältung mit Schnupfen und Husten geplagt wurde. Ein bisschen Sonne bekam ich in den letzten drei Tagen der Reise aber doch noch ab, als wir uns an Bermuda vorbei endlich der Karibik näherten.

Die Heimreise verlief dann recht ereignislos – obwohl, ein paar Anekdoten habe ich über meinen ersten Flug in der Businessclass, aber das ist mündlich besser zu überliefern. 😉
Nach 36 Stunden wach und 24 Stunden von Tür zu Tür hatte ich es dann geschafft, und die große Herbstreise 2015 war vorbei.

Fotos gibt es nur ganz ganz wenige, das Mitnehmen des ganzen Equipments hätte ich mir sparen können, aber trostloses Wetter ist nicht so fotogen, und auch die geplanten Timelapse Aufnahmen wären für schöne Sonnenauf- oder -untergänge geplant gewesen.
Fotos vom Schiff in Profi-Qualität gibt es haufenweise im Netz zu finden.

Fazit: Tolles Essen, schönes Schiff, super Zumbastunden, nette Gesellschaft. Nächste Fahrt ist schon gebucht, auch wenn ich nicht sicher bin, ob es dabei bleibt. Da würde es wieder Ende Oktober über den Atlantik gehen, mit der schon bekannten Epic, auf einer südlichen Route mit Teneriffa und Puerto Rico(!), mit den selben Menschen.

Advertisements

3 Kommentare zu “Kreuzfahrt, olé

  1. Du hast ja schon fast sowas wie Reisestress! 😀
    Selbes Schiff, (fast) selbe Route… Es muss dir wirklich sehr gefallen haben!
    Vielleicht meint es das Wetter nächstes Jahr besser mit dir, so Fotos wären schon cool. 🙂

    • Gleiches Schiff wie 2014 🙂
      Route ähnlich wie 2014, nur noch südlicher, ich bin optimistisch, dass das Wetter sommerlich wird 🙂

      Der Grund für diese Reisen ist vor allem die Gesellschaft.

      Reisestress? Nein. 1x lang im Frühjahr, 1x lang im Herbst, dazwischen bisschen Wochenendtrips. Da ist kein Stress. Wobei… Doch. Ich würde auch noch wahnsinnig gern bald Kuba oder Costa Rica (teaching vacations) unterbringen, aber dafür reichen Zeit und Geld nicht. Vielleicht wird’s teaching statt der Kreuzfahrt.

  2. Toller Blogpost!!! Ich bin der Meinung, wenn man einmal auf einem Kreuzfahrtschiff war geht man meistens ein 2. mal. Ich und meine Familie lieben das Kreuzfahren auch….

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s