Unterwegs, bemüht, zerrissen.

Was war

Ich war unterwegs, nicht überall, aber ein bisschen schon. So vom Gefühl her.
Zuerst war ich mal Mitte September in Düsseldorf für einen Zumba Event mit unglaublich guten Trainern. Neuer Rekord für meine Aktivitätsstatistik, Düsseldorf selbst gab nicht viel her, aber gut.

Anfang Oktober lud der Betriebsrat zum Ausflug nach Bled und Ljubljana ein. Das war auch ein sehr nettes Wochenende, mit viel zu viel Essen allerdings. Darauf folgte ein spontanes Detox und nach einem kleinen Rückfall nach einem weiteren mehrgängigen Essen einige Tage später habe ich akzeptiert, dass ich mehr drauf achten muss, was und wie viel in meinen Körper kommt. In Maßen geht wohl ziemlich alles. Aufs Dessert oder folgendes nächtliches Naschen sollte ich allerdings definitiv verzichten. Wie auch immer, ich bemühe mich mehr denn je gesund, ausgewogen und frisch zu essen. Nicht um abzunehmen, sondern um die Eskapaden des Verdauungssystems auszubremsen und um genug Kraft und Energie für den Alltag und die Fitnesseinheiten zu haben.

Und Ende Oktober kam der herbstliche Ausflug ins Warme. Ich besuchte Barcelona (zum sechsten Mal): Airbnb Zimmer im Poble Sec, unter dem Mont Juic, gutes Essen, Freunde treffen, endlich Gaudi „erleben“.
Von Barcelona aus gab es einen Ausflug nach Andorra – als Sammlerin europäischer Hauptstädte war es klar, dass ich den machen musste. Andorra gibt nicht viel her, wenn man nicht gerade an Shopping interessiert ist. Die Hauptstadt Andorra la Vella („die Alte“) ist im Grunde genommen eine einzige Einkaufsstrasse, mit ein paar zusätzlichen Gebäuden an die Hänge geklatscht. Die Fahrt durch die Pyrenäen war aber sehr schön und das Wetter sensationell. Es gab noch einen Stopp in Spanien, in Bagá, einer kleinen Stadt mit mittelalterlichem Kern und einer Stadt mit Thermalquellen in Frankreich, bevor wir den Kleinstaat von der französischen Seite betraten, ihn einmal durchquerten und auf der spanischen Seite wieder verließen. Mehr Grenzübergänge gibt es auch gar nicht.
Nach dem Aufenthalt in Barcelona, und dem Verabschieden meiner Kreuzfahrer, fuhr ich mit dem Schnellzug nach Girona. Dort erwartete mich eine sehr schöne Altstadt, alles ist sehr übersichtlich, und sehr voll – viele Urlauber und Kreuzfahrtpassagiere machen Ausflüge nach Girona. Die kleine Stadt ächzt dann schon etwas, wenn sich Horden durch die kleinen Gässchen schieben. Das Auftreten markanter Punkte und Gebäude der Stadt in der sechsten Staffel von Game of Thrones dürfte die Popularität noch „etwas“ gesteigert haben.
Nach einigen Stunden und einer Nacht in Girona ging es weiter auf meiner Tour in die nächste neue Hauptstadt: Bratislava. Trotz der wirklich lächerlich geringen Entfernung zu Österreich und meiner eigenen Hauptstadt hatte ich es bisher nicht geschafft diese kleine Schwester von Wien zu besuchen. Alles sah vertraut aus, doch ein bisschen schmuddeliger, älter, ungepflegter. Ähnlich wie Prag, aber mit etwas mehr sozialistischem Touch und weniger Charm als die tschechische Hauptstadt. Mein Aufenthalt in Bratislava belief sich ebenso wie in Girona nur auf ein paar Stunden und eine Nacht – dennoch hat sich der Besuch voll ausgezahlt. Am Nachmittag nach der Ankunft konnte ich mich noch dem Rundgang auf Trinkgeldbasis anschließen, obwohl ich eine Stunde verpasst hatte. Mit dem Herumstreunern in der Altstadt und den angrenzenden Strassen wurde es schnell dunkel und zum Abendessen kehrte ich in ein ergoogeltes Lokal ein. Dort wagte ich mich mutig an Kofola (Cola Nachbau aus der Zeit der Trennung von Ost- und Westeuropa, schwarz, nicht ganz so süß, in etwa wie Magenbitter verdünnt mit süßem Soda – und besser als das klingt) und Pirohy (Piroggen aus Nudelteig, mit Brimsen=Schafkäse gefüllt). Beides war sehr gut und ich war froh dass ich mich doch mal etwas traute ;)
Am nächsten Tag ging’s weiter mit den Mutproben – eine Segway Tour stand an. Ich hatte die erste und letzte Tour in Lissabon in guter Erinnerung, damals gab es nur einen kleinen Bremsfauxpas der für Adrenalin sorgte. Sollte ich dort auch so zittrig gewesen sein wie in Bratislava, so ist mir das gnädig entfallen. Jedenfalls habe ich festgestellt, dass ich weder bergab noch bergauf mit den Dingern fahren mag, und dass einem ganz schön die Zehen einfrieren, wenn man bei Temperaturen knapp über 0 zwei Stunden auf dem Segway steht. Ich habe jedenfalls beschlossen dass ich selber eher kein Segway oder ähnliches Gefährt besitzen möchte. Die Tour selbst war etwas schlecht erklärt und die Firma ein bisschen unorganisiert, aber dennoch sympatisch. Und ich sah mehr von der Stadt als sonst möglich gewesen wäre – Bratislava ist klein, aber in wenigen Stunden alles ablaufen inklusive Park auf der anderen Seite der Donau und Burg wäre sich nicht ausgegangen.
Mit der Zugfahrt nach Wien und weiter nach Bruck, dann mit dem Auto heim, endete mein diesjähriger Herbsturlaub.
So viel gesehen, erlebt, getan in so kurzer Zeit! :)

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Was ist

Ich habe große Freude an meinen beiden Jungkatern, die sich zuerst ja partout als Problemfälle tarnen wollten. Nun sind sie die süßesten Viecher überhaupt, und wenn beim Heimkommen drei schnurrende Tiere auf mich warten und gleich mit ins Haus laufen und in der Früh beim Öffnen der Schlafzimmertür diese drei Tiger reinstürmen und der Platz um meine Beine gar nicht reicht fürs Drumrumstreichen, dann geht mir jedes Mal das Herz auf. Jaja, die kleinen Dinge. Und sonst gibt’s ja auch nicht viel fürs Herz.
Das möchte zwar, darf aber nicht und ist komplett zerrissen zwischen Rückzug und Hoffnung.
Zerrissen hat’s mich auch zeitlich mit den Kursen, obwohl es ja nur drei pro Woche sind, und meinen eigenen Ansprüchen an mein Training, und meinem Job und dem Haushalt. Klar geht sich alles aus, irgendwie, aber ich möchte halt nicht immer nur „müssen“ sondern ab und  zu auch wollen. Gelitten haben vor allem das Training und das Lernen neuer Choreografien. (Und das Blogschreiben) Apropos Lernen: in die Unterlagen der Group Fitness Instructor Ausbildung sollte ich auch mal wieder reinschauen… Spätestens im Februar ist die Prüfung fällig.

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Was sein wird

Ab Jänner habe ich wegen siehe oben ;) meine Anstellung wieder auf 80% reduziert. Das gibt dem Tag quasi mehr Stunden für meine ganzen Vorhaben.
Was das Herz angeht – Daumen drücken? Ich weigere mich ohne klare Ansagen die Hoffnung aufzugeben.
Ich habe die Option einen Turn-/Tanzsaal mitten in Graz kostenfrei nutzen zu dürfen, und bin am Überlegen ob ich STRONG by Zumba selbständig ohne Studio dahinter anbieten soll. Eigentlich wäre das die beste Variante. Dann ist da aber halt noch das Studio, in dem ich trainiere, denen ich eventuell den Kurs schmackhaft machen könnte, und im April stelle ich das Programm bei einer Firma für den Betriebssport vor.
Und dann wird noch sein: Herr Trump als US Präsident. Die österreichische BP Wahl (dritter Akt). Das muss man beobachten.

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