Musik

Nachgeliefert: Wie war das Nova Rock?!

Tja, ich musste mich jetzt nicht so lange erholen vom letzten Wochenende, aber die Arbeitswelt hat mich schon sehr vereinnahmt. Plus, ich wusste nicht wirklich was ich schreiben könnte…

Aber irgendwie soll es ja doch erzählt werden. 🙂

Es war sehr gut, besser als 2005 und 2006.
Das lag hauptsächlich daran, dass das Wetter zwar irrsinnig heiß (35°+) war, aber die Gesellschaft und die Zeltnachbarn super passten.
Wir machten allesamt keinen „Sauf-ausflug mit Musikuntermalung“ sondern freuten uns über die Bands und die Atmosphäre, ohne das Bedürfnis uns zu betrinken, aufzuführen oder unser Bewusstsein zu erweitern 😉

Abreise: nach vielen vielen einigen Stopps kamen wir schließlich zu Mittag bei den Pannonia Fields II an. Uns wurde ein Parkplatz ganz hinten zugewiesen, obwohl vorn noch was frei war, aber gut. Flugs mein Zeug ausgepackt und auf das Mini-Rolldings vom IKEA geschnürt und es konnte losgehen. Über den Acker, in der sengenden Sonne der burgenländischen Wüste. Unsere Mitfahrer im weststeirischen Konvoi hielten mein Wägelchen auch für super, und packten gleich drauf was nur ging. Dementsprechend beschissen war dann der Weg zur Bandausgabe 😦 – nie mehr bin ich so nett! Dass mein Mitfahrer das Ding dann den ganzen Weg gezogen hat und ich „nur“ für die Stabilisierung zuständig war, hat mir das Leben gerettet 😉

Bandausgabe: 2 Stunden mittags bei 35° ohne Schatten anstehen. Da muss ich sonst nix mehr dazu sagen…

Zeltaufbau: Der Zeltplatz, der uns von zwei VIPs reserviert wurde, war super. Mein Zeltaufbau auch: Wurfzelt ausgepackt, 3 Sekunden gewartet und mit den Heringen fixiert :))

Programm am Donnerstag: nach Einlass in die Partyzone mal herumspaziert, Shops angeschaut, Partyzelt begutachtet, aber bald wieder aufgegeben.

Freitag: ganz früh zu den Duschen aufgebrochen und beim Einlass um 7 Uhr ohne Anstehen auch gleich rein 🙂 – so gut würde das nicht immer klappen (bei den anderen, bei mir mit gutem Time-Management schon 😉 ). Dann warten bis Guadalajara auf der Red Stage spielten. Dann zur Blue zu Airbourne, wo der Sänger mit seiner Gitarre auf eine Säule der Bühne geklettert is und dort ein Solo gespielt hat. Slash war auch super. Stone Sour leider verpasst (Duschen gewesen), SKA-P waren lustig, Stone Temple Pilots unmotiviert (kein Wunder bei einem Wavebreaker voller Rammstein Fans) und Rammstein danach waren bombastisch. Mit ihrer Musik (beziehungsweise den Texten) kann ich nix anfangen, viel zu brutal für meinen Geschmack, aber die Show war wirklich bemerkenswert.

Samstag: vorm Zelt unterm Pavillon chillen bis es endlich Abend wurde. Keiner wollte sich unnötig viel bewegen, nur Wasser und Biernachschub musste ab und zu geholt werden. Daher dann allen bis zu Joan Jett nur vom Zelt aus gelauscht, während The Hives wieder duschen gegangen. Bei Joan Jett dann in den Wavebreaker – das erste Mal für mich, und dann für Greenday 10m vor der Bühne. Cool! – bis zur Unwetterwarnung und der Räumung des gesamten Kerngeländes. Zum Zeltplatz, Pavillon abbauen, damit er keinen verletzt, hin war er durch die plötzlichen Sturmböen eh schon. Ansage dass das Programm bis Sonntag unterbrochen würde. Danach mein Zelt zusammengefaltet und ins andere Zelt geschmissen, alles gekrallt was ich konnte und auf zum Auto. Mit dem Auto vom Acker weg – wenn Regen kommt, kommt man sonst nicht mehr raus. Andere verblieben am Gelände und riefen uns dann an, dass Greenday doch spielen.
Also wieder zurück, so weit nach vor gekämpft wie möglich und Greenday genossen 🙂 – um 1 nach dem Konzert dann wieder mein Zelt aufgebaut 😀 – das Unwetter ist übrigens knapp am Gelände vorbeigezogen! Es gab nur kurz Weltuntergangsstimmung und einen Sandsturm.

Sonntag: trotz längerem Schlaf weil es endlich mal kühler war, etwas unmotiviert. Wir beschlossen dann abzureisen und auf die Bands zu verzichten. (Wegen Angst vor Regen hauptsächlich, der kam dann aber erst nach der letzten Band in der Nacht auf Montag.)

Wenn’s Line Up 2011 wieder passt, gerne wieder. 🙂