Abenteuer, die große Reise, Neuseeland

Tierische Begegnungen

Am Mittwoch (21.11.) ging es früh los, Abfahrt vom Top 10 Park zu Encounter Kaikoura um um 5:20 einzuchecken.
Es wurden Flossen, Masken, Hauben und Wet Suits verteilt und ausgerüstet mit dem Anzug und unseren Schuhen durften wir eine DVD schauen. Danach ging es in den Bus, der uns zur South Bay brachte, von wo das Schiff ablegt.
Mit dem Katamaran ging es bei strahlendem Sonnenschein und klarer Sicht auf die Berge aufs Meer hinaus. Nach nur ein paar Minuten wurden schon Delfine gesichtet und wir mussten den Rest unserer Ausrüstung anziehen und uns bereit machen für den “Sprung“ ins 10°C kalte Wasser.
Wir waren angewiesen unter Wasser zu singen, was sowohl zum anlocken der Delfine als auch der Belustigung der Crew dient. Also schnorchelte ich singend im Kreis und bald waren gleich drei Delfine um mich rum – ich hab mich gscheit erschrocken. Es war ein ganz wunderbares Erlebnis, im offenen Ozean mit wilden Delfinen zu schwimmen! Es ist wirklich atemberaubend, was kontraproduktiv ist, wenn man den Kopf unter Wasser hat. Nach ca. einer Viertelstunde setzte ich mich daher kurz aufs Boot um zu verschnaufen, dann nochmal ein paar Minuten rein und endgültig raus. Ich hab noch ein paar Fotos von den Leuten im Wasser mit den Tieren gemacht, und mich dann gleich umgezogen – es war schon frisch…
Beim umziehen wurde es mir kurz schlecht, aber das verging wieder an der frischen Luft. Meine extra besorgten Tabletten gegen Seekrankheit hatte ich natürlich vergessen zu nehmen. :-/

Warm eingepackt und mit Kamera bewaffnet startete nun die Fotosession mit den Delfinen vom Boot aus. Nach kurzer Zeit sahen wir auch einen kleinen Buckelwal, der bei den Delfinen schwamm. Unglaublich! Er war noch jung und nur ungefähr sechs Meter lang, aber dennoch ein Wal! Yay! Er kam ganz nah ans Boot und checkte uns mal ab, und es war großartig. Das einzige: Walatem stinkt!! Buäh, wenn der Luft ausblies brauchte man fast eine Gasmaske.
Jedenfalls ein unglaubliches, großartiges Erlebnis, an das ich mich noch lange erinnern werde.
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Um kurz nach neun Uhr waren wir dann zurück und ich fuhr gleich weiter Richtung Waipapa Bay, meinem Campingplatz für diese Nacht. Auf dem Weg entlang der Küste kommt man an Seelöwen (New Zealand Fur Seals) vorbei, und an einem Wasserfall, in dem die Babys spielen während die Mamas Futter besorgen sind. Zwei der kleinen Racker waren auch wirklich im Pool des Wasserfalls zugange!

Die nächste tierische Begegnung erfolgte am Campingplatz, der sich rühmt frischen Crayfish (auch Rock Lobster) zu haben. Der wurde natürlich probiert und zum Lunch verzehrt. Muss sagen, is net so meins.
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Nach einem Nickerchen ging ich an den Strand und besuchte die dort heimischen Seelöwen und ein paar verrückte Vögel, die mich loswerden wollten.

Am nächsten Tag ging es Richtung Norden, mit einem Abstecher zum Wrack der SS Waverley, die kurz vor Blenheim in einer Lagune liegt. In Picton gab es Fish&Chips als Lunch bevor es auf den Queen Charlotte Drive nach Nelson und Motueka ging, wo ich die Nacht verbringen würde.
Die Fahrt war lang (oder kam mir lang vor) und ich war froh als ich endlich da war. Und ich konnte dort Wäsche waschen und trocknen 🙂

Am Freitag fuhr ich weiter nach Kaiteriteri, von wo mein Kayak Abenteuer im Abel Tasman National Park startete. Bei schönstem Wetter ging es mit dem Boot an Buchten mit goldenem Sand vorbei zu unserem Startpunkt. Ich durfte mit dem Trainee in ein Doppelkayak, was mir sehr recht war, denn er war der Steuermann 🙂 (der hintere lenkt mit Fußpedalen).
Wir paddelten zu einer kleinen Insel, die zu einem besonderen Schutzgebiet gehört und beobachteten einige Seals auf den Felsen und im Wasser. Einer kam neugierig zu unserem Kayak und stupste Daves Paddel an 🙂
Auch das war ein exzellenter Tag, mit viel Sonne und einer paradiesischen Umgebung!
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Zurück in Kaiteriteri fuhr ich wieder Richtung Picton (Fähre) und hielt für die Nacht beim Pelorus Bridge Scenic Reserve. Hier unterhält das Department for Conservation einen sehr hübschen Campingplatz, der mit allem ausgestattet ist: heiße Duschen, Strom, Küche, … und kostete nur zehn Dollar!

Jetzt ist es gerade Samstag kurz vor halb zehn und ich warte auf die Fähre. Ich fuhr früh los, da die kurvige Strasse des Queen Charlotte Drives eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 35km/h fordert (mit dem Van) und ich nicht zu spät kommen wollte. Ausserdem ging sich so ein schönes Frühstück aus.

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In Picton

Und endlich gibt’s wieder Empfang und ich kann bloggen 😉

Camper, die große Reise, Neuseeland

Erste Stunden mit dem Froschgefährt

Nach der späten Landung in Christchurch um 06:15 durfte ich wieder Immigration, Zoll und Quarantine über mich ergehen lassen, was aber diesmal richtig fix ging. War eigentlich nur Schuhe anschauen und durchwinken lassen.

Danach gab es in der Ankunftshalle ein kleines Frühstück (flat white und berry loaf) und ich nutzte das freie WLAN um über Skype nach Hause zu telefonieren. Da die Jucys erst um acht aufmachten, musste ich etwas warten, bevor ich mich auf den kurzen Marsch zum Depot machen konnte. Um zwei Minuten nach acht schritt ich durch die Tür und ich glaube zehn Minuten später hatte ich schon mein Auto. Die Einführung war kurz (bisschen zu kurz, die Frau Jucy hat gar nicht gefragt, ob ich mit Automatik, Linksverkehr und/oder dem Bewegen eines nicht ganz kleinen Fahrzeuges Erfahrung bzw. Probleme habe).

Wie auch immer, ich kam fehlerfrei aus der Ausfahrt und aus dem ersten Kreisverkehr raus und so ging der Roadtrip los. Als Erstes wurde ein Einkaufszentrum angesteuert, da ich meinen Van ja ausstatten musste.
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Essentielles wie Nahrung, Trinken, Klopapier und Küchenrolle wurde besorgt, sowie nach kurzer Anlaufschwierigkeit auch eine neuseeländische SIM-Karte.
Beim großen Einkauf war auch Red Bull dabei, schließlich war ich schon seit 27 Stunden auf… Damit und mit einem Subway Sandwich stärkte ich mich für die Fahrt nach Kaikoura.
Das Wetter war währenddessen schon immer schlechter geworden und es begann zu regnen. Zum ständigen Spiegel-kontrollieren, ob ich noch in der Spur war, kam nun auch Scheibenwischen dazu (schwieriger als man denkt, wenn das antrainierte Bewegungsmuster zum hektischen Blinken führt…).
Spiegel gibt’s übrigens fünf.

Erster Klostopp war am Meer, gleich nach Christchurch, aber der Regen verhinderte einen Strandspaziergang. Dafür wurde mit ein paar Stopps die Müdigkeit in Schach gehalten. Lange lange (naja, insgesamt knapp drei Stunden) ging es außer Sichtweite vom Ozean durch grüne Hügel mit Schäfchen und Pferden dahin. Kurz vor Kaikoura galt es auch noch zwei Berge zu bezwingen, das weckte mich interessanterweise (glücklicherweise) auch wieder auf.

Endlich direkt am Meer, vorbei an Kelpwäldern, Regenwald der bis zur Küste reicht und sehr viel Nebel ging es bis in den Ort Kaikoura, wo ich gleich beim Dolphin Encounter wegen der Wettervorhersage für morgen nachfragte.
Da mein eigentlich gewählter Schlafplatz einige Minuten vor Kaikoura lag und ich um 5:20 aufsalutieren muss und ich heute etwas Luxus gebrauchen konnte, checkte ich stattdessen im Top 10 Campingplatz ein (ca. 15 Uhr). Der hat schöne Duschen und sogar ein Spa (überdachter Whirlpool).
Der Platz ist nicht direkt am Meer, aber man kann ja nicht alles haben.

Am Platz lebte ich mich gleich mal ein bisschen in mein froschgrünes Appartement ein und stellte fest:
– das Bett unterm Dach ist ein bisschen doof zum herrichten
+ ich kann es aber so belassen
– die TV Funktion des LCDs ist eine nicht vorhandene
+ europäische DVDs werden abgespielt

… ich brauche schließlich auch Unterhaltung und kann nicht dauernd selber dafür sorgen…
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Es spielte also Der Herr der Ringe, während ich mir meinen Caesar Salad bastelte. Glücklicherweise fand ich auch den kleinen Heißluftventilator, also muss ich heute Nacht nicht erfrieren. Bei 7°C hätte es sonst ungemütlich werden können. Eine heiße Dusche und der anschließende Besuch im Blubberbad, halfen auch.
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Jetzt liege ich schön gemütlich in Penthouse Bett, lasse die DVD laufen und werde bald schlafen gehen. Morgen läutet der Wecker um 04:30. :-O

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Eins ist nicht wie die anderen...
Abenteuer, Australien, die große Reise

Große Straße am Ozean

Heute hieß es also schon Abschied nehmen von Daniela, war wirklich eine super Erfahrung 🙂
Um sieben Uhr früh wurde ich direkt bei der Haustür von Eric von Escape Discovery Adventures abgeholt und nachdem der Bus mit zehn Leuten voll war, ging es Richtung Westen, über Geelong und Apollo Bay zu den Twelve Apostels und London Bridge. Dazwischen gab es Morning Tea am Strand, mit Tim Tams, Lamingtons, Anzac Biscuits und – Vegemite! Da ich auch eine Ehren-Australierin für diesen Tag sein wollte, aß ich das Zeug, obwohl ich schon weiß, dass es grauslich ist. “It’s an acquired taste“ ist der diplomatische Ausdruck dafür.
Um zu erfahren was das alles genau ist, müsst ihr bitte selbstständig Google bemühen, das ist mir am Smartphone zu mühsam. 😉

Die Gruppe war echt nett und bestand aus 2 Queenslandern, die ursprünglich Kiwis sind, 2 New Yorkern, 2 Neuseeländern (= Kiwis!) und 3 Italienern.
Nach dem Frühstück (oder vorher?) ging es zu einem Golfplatz um Roos zu suchen, was nicht wirklich schwer war. Es lagen, hüpften und grasten einige auf dem Rasen herum, manche inklusive Joeys*.
Später sahen wir auch Koalas und einen Haufen bunte Vögel.

Die Fahrt war super, das Wetter genial, die Musik chillig und Lunch und Dinner ausgezeichnet 🙂

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Mein Highlight war sicher der Helikopterflug bei den Twelve Apostels. Im Hubschrauber mit nur drei Passagieren durfte ich vorne beim Piloten sitzen! (Es gab auch einen Heli mit sieben Leuten drin.)

Rechtzeitig wieder in Melbourne bei der schon bekannten Southern Cross Station ging es um 21:30 mit dem Skybus zum Flughafen. Beim Einchecken sind sie hier ganz genau und überprüfen gleich das Visum, wenn man wieder zurück nach Australien will. Danach kommt die Passkontrolle, Security und noch Customs (Zoll). Jetzt sitze ich am Gate, ärgere mich über das sooo langsame Netz** und warte auf den verspäteten Flug.

* viele Fremdworte diesmal. Google ist euer Freund. Ansonsten erkläre ich auch alles gerne in den Kommentaren oder von Angesicht zu Angesicht. 😉

** extra eine 3G Karte im Handy und dann gibt es hier nur GPRS, vermutlich damit der Flughafen 4AUD für 15 Minuten Internet verlangen kann…