Australien, die große Reise

Eureka!

Nach einem intensiven Regenguß in der Früh kam um 9 netterweise die Sonne heraus, gerade rechtzeitig für meinen Start Richtung City.
Mit zwei Trams fuhr ich nach South Melbourne um einen FH Kollegen zu treffen, den es arbeitstechnisch nach Australien verschlagen hat (lucky him, Danke nochmal für den Brekkie Burger!).
Kurz vor Mittag bewegte ich mich wieder Richtung Federation Square, lief am Fluß entlang, bis ich zum Southgate kam. Dort war richtig viel los, es war der Tag des Eureka Climb. Das Eureka Skydeck ist das höchste Residential Building der Southern Hemisphere, aber das behaupten irgendwie alle. Jedenfalls ist es höher als das Q Deck in Surfers Paradise auf dem ich in 2008 war. Rauf ist für mich immer eine Option und das schöne Wetter machte die Aussicht wirklich großartig. Dass es oben nach Schweiß und Sportschuhen duftete, war den Läufern zu verdanken, was aber den generellen großartigen Eindruck nicht minderte. Danach fuhr ich eine halbe Runde mit der gratis Circle Tram. Im Center lief ich ein bisschen herum, durch eine Mall und dann auf den Federation Square, bevor es versorgt mit Dinner (wieder Sushi Rolls, was soll ich sagen, ich steh auf das Zeug) zurück zu Danielas Appartement ging. Australische SIM-Karte aktiviert, ein bisschen geplaudert, und um halb zehn ab ins Bett und den Wecker auf kurz nach sechs gestellt…

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Oh, am Strand in St. Kilda war ich auch noch 🙂
die große Reise

Reisezeit Hinreise

13 Stunden Graz – Rom
11 Stunden Aufenthalt in Rom
~ 11 Stunden Rom – Shanghai
6 Stunden Aufenthalt in Shanghai 11,5 Stunden Shanghai – Melbourne

Brutto: 52,5 Stunden unterwegs
Netto: 35,5 Stunden Reisezeit
Davon geschlafen: ca. 3×4 Stunden.
Uff.

Jetzt ist es gleich sechs Uhr morgens in Melbourne, geschlafen hab ich okay, nicht wahnsinnig tief aber länger als die letzten “Nächte“. Um ca. 08:30 werde ich hier losfahren in die City, Kaffee trinken mit einem FH Kollegen und mich dann umsehen. Geplant sind City rund um den Federation Square und St. Kilda, eventuell mit einem Leihrad.

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Endlich wieder Australien!

Ich gebe es ja zu, während dieser langen Reise ist mir schon das eine oder andere Mal der Gedanke gekommen,  warum ich mir das eigentlich alles antue. Ich meine, drei Nächte ohne Bett sind einfach hart. Komische Nahrung (wenn auch erstaunlich schmackhaft – für Flugzeugessen), komische fremde Leute, Gerüche, Geräusche, Offizielle … alles das macht einen Trip dennoch spannend, aber im vorliegenden Fall auch sehr müde…

In Melbourne angekommen musste ich erst durch Immigration, Customs & Quarantine. Mit meinen Nüssen in der Tasche und meinem minimalen Gepäck hatte ich schon Befürchtungen dass ich hier aufgehalten werden würde. Ging aber, die Passkontrolle dauerte aber und die Schlange war ähnlich derer in den USA. Naja.
Nachdem alles clear war machte ich mich gleich mit dem Skybus auf den Weg in die City. Und da ergriff es mich das erste Mal auf diesem Trip: ich bin wieder in Australien und es ist geil! 🙂

Im 7-eleven an der Southern Cross Station versorgte ich mich mit einem Getränk das mit “Rehab“ Funktion wirbt, genau richtig für mich, und mit zwei Rollen Sushi. So gehört Sushi! Eine große Rolle zum runterbeißen und günstig. Nicht so ein Kästchen mit eleganten Mini-Röllchen die ein Vermögen kosten. Bin gespannt ob es diese Rollen auch mal zu uns schaffen…

Mit der Tram Nummer 75 ging es dann einer ganze Weile durch Melbourne in Richtung östliche Vororte zu Daniela, meiner airbnb Gastgeberin. Da die Ticketmaschinen eine geradezu unglaubliche Anzahl an Münzen verlangen und ich noch nicht so viel Kleingeld hatte, bin ich kurzerhand schwarz gefahren. Ein wenig nervös suchte ich dann den richtigen Stopp und mit einem kurzen Fußweg erreichte ich Danielas Zuhause. Sie war gsd zu Hause, telefonisch konnte ich die nämlich zuvor nicht erreichen. Sie ist sehr nett und unglaublich gastfreundlich und bemüht und das Appartement ist großartig!

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Skyline von Melbourne vom Schlafzimmer aus

Mein Zimmer hat einen Balkon mit Blick auf die Skyline, ein großes Bett und einen Fernseher. Den werde ich jetzt gleich nutzen, und selig in meine Jetlag Träume entschwinden.

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Shanghai Pudong Airport

Groß, modern und voller Pandas!

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Die Wartezeit hier verkürze ich mir mit dem Nintendo DS, während das Nexus an einer öffentlichen Stromstation lädt.
Auf nach MEL: Auch dieser Flug verspätet sich um circa eine Stunde… ankommen tun sie aber fast pünktlich. Meine Sitznachbarin wechselt zu ihrer Freundin und so bekomme ich doch den Fensterplatz – auch wenn bei diesem das Fenster fehlte, ich mag es mich an einer Seite anlehnen zu können.
Ein langer, ebenfalls ereignisloser Flug folgt.

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Die ewige Stadt im Schnelldurchlauf

Erster Stopover nach der Nacht im Zug ist Rom. Mein erstes mal in der italienischen Hauptstadt, und ich bin bei der Einfahrt nach Termini nicht sehr beeindruckt. Naja. Rom ist eben eine etwas heruntergekommene Stadt mit ein paar alten Steinen drin und dem Papst in seinem kleinen Staat mittendrin. Florenz fand ich insgesamt hübscher, aber vermutlich trug auch der bedeckte graue Tag etwas zum Eindruck bei. Ich erklomm jedenfalls gleich nach der Ankunft einen Hop on Hop off Bus um die Stadt so effizient und bequem zu erkunden.

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Wetter und Müdigkeit verhinderten leider mehr Hop Offs meinerseits und so stieg ich nur am Petersplatz aus. Vielleicht tue ich Rom Unrecht aber ich glaube nicht, dass ein weiterer Besuch den Eindruck sehr verbessert. Um 2 hatte ich beide Bustouren absolviert und fand mich kurz darauf mit einem köstlichen Panino im Leonardo Express wieder. Der ist nicht ganz billig und auch nicht ganz express im Sinne von schnell. Er stoppt einfach nicht auf seiner ruckelnden langsamen Fahrt zum Flughafen. Beim Check-in musste ich etwas warten, und nach einer kurzen Konfusion aufgrund meiner Weiterreise nach Australien war auch das geschafft. Nun hieß es warten. Der Abflug erfolgte mit einer Stunde Verspätung, die Sitze und das Essen waren in Ordnung, der Flug dennoch lang.