Abenteuer, Frankreich, reisen

Disneyland Schnapper ;)

35 Jahre muss ich alt werden, um es ins Disneyland Paris zu schaffen – das dieses Jahr übrigens 25. Jubiläum feiert.

Aufgrund des Jubiläums wurde die Möglichkeit den Disneypark zu besuchen mal in die Freundesrunde geworfen, und dort mit Enthusiasmus aufgenommen. Ein aktueller Sale von Eurowings mit Hin- und Rückflügen ab Salzburg beschleunigte die Planung dann etwas.

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Nun fliegen wir also zu viert Ende Juni nach Paris für vier Nächte, besuchen Disneyland, die Disney Studios und die Stadt, und geben dafür nicht mal wahnsinnig viel Geld aus 😉

Flüge pro Person: €40
Ticket pro Park: €47 (Mini Tickets, die online gekauft werden können, und unter der Woche bis aktuell 30. Juni gültig sind)
Unterkunft: 4-Bett Zimmer in einem sehr gut bewerteten B&B Hotel um €69 pro Person – für alle 4 Nächte, nicht pro Nacht.

Dazu kommen dann noch Parkgebühren in Salzburg, Zug und Metrotickets, und Touristenabgabe im Hotel, sowie natürlich Essen und Sightseeing in Paris. Aber für €203 Basispreis pro Person darf man nicht meckern 😉

Ich freu mich! 😀

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Regenschicht

Der Sonntag war geprägt von Regengüssen, die sich mit Nieselregen und ausgewachsenen Waschlern abwechselten. So begann der Tag mit einem langen Frühstück mit Chris und Dani bevor ich mit dem 100er Bus noch einmal nach Monaco fuhr, um das Ozeanografische Museum zu besuchen. Das war teuer (14€) und bot zwar viele bunte Fischlein, aber rein von der Größe her habe ich schon beeindruckendere Aquarien besucht. Bei vielen Exponaten im Museumsteil vermisste ich dann eine Beschriftung, die lateinische Bezeichnung hilft halt nicht viel, wenn man vor irgendwas Eingelegtem steht.

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Mosaikboden im Ozeanografischen Museum

Aber ein paar Stunden gingen doch rum und weil ich an dem Tag sonst gar so wenig Kilometer zu Fuß gemacht hatte, bin ich in Nizza vom Place Garibaldi zum Hotel spaziert. Auf dem Weg kehrte ich dann bei Planet Sushi ein. Sushi in pinkem Ambiente, da kann ich halt nicht widerstehen…

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Mönchhausen

Am Samstag startete ich schon ziemlich früh beim Gare Nice Ville nach Cannes. Der Ticketkauf war kein Problem, interessanterweise aber das Abstempeln der kleinen Karte. Dass man diese gaaanz  links in den Schlitz stecken muss, sollte aber auch wirklich auf dem Gerät beschrieben werden, eventuell auch gleich noch auf englisch, aber das dürfte schon etwas viel verlangt sein. Eine nette Mitarbeiterin der SNCF Bahngesellschaft half mir auf die Sprünge und ich erreichte meinen Zug pünktlich. Die Fahrt nach Cannes dauert mit dem Zug circa eine halbe Stunde, im Gegensatz zu eineinhalb Stunden die man mit dem Bus unterwegs ist. Dafür kostet die Zugfahrt aber auch um 5,60€ mehr als der Bus.
Da aufgrund der Wettervorhersage die regenfreie Zeit beschränkt war, investierte ich das gern. Mein eigentliches Ziel war die Insel Saint Honorat, ein kleines Eiland direkt vor der Küste von Cannes, nur verdeckt von der etwas größeren Saint Marguerite. Die kleinere der beiden Inseln gewann bei mir aufgrund der überschaubaren Länge der Spazierwege (nach dem Hatsch wollte ich es ruhiger angehen) und dem interessanten Feature einer Festungsanlage, die ins Meer ragt. (Überfahrt mit dem Boot: 14€)

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Dass ein Kloster auf der Insel beheimatet ist, das man auch besuchen kann, ignorierte ich. Altäre und religiöse Kunst sind nicht so meins, alte Steine und Natur werden von mir jederzeit bevorzugt.
Im einsamen Turm herumzuklettern war dann auch wirklich ein Highlight, aber nach einem kurzen Inselrundgang schnappte ich mir dann schon das Boot eine Stunde nach meiner Ankunft auf der Insel für die Rückfahrt.
Wieder in Cannes besuchte ich noch den Markt, bevor ich mich, mit einem Nutella Crêpe gestärkt, in den 200er Bus nach Nizza setzte. Eine gefühlte Ewigkeit später war ich zurück im Hotel (nach einem kurzen Besuch des Intermarche). Mittlerweile hatte es auch schon zu regnen begonnen und der Rest des Nachmittags wurde faulenzend verbracht.

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Hatsch

Einem Tipp vom ebenfalls nach Nizza reisenden Kollegen folgend wurde mein Plan einen kurzen Spaziergang von Cap d’Ail nach Monaco (-Ville) zu machen geändert. Stattdessen fuhr ich nun fast bis nach Italien mit dem Bus, knapp vor der italienischen Grenze liegt das Städtchen Menton und von hier ließ es sich angeblich gut auf circa 5km Richtung Westen nach Monaco schlendern.
Die 5km dürften aber eher der Luftlinie entsprechen, ich war nämlich ungefähr 14km zu Fuß unterwegs an dem Tag, 12 davon waren dem empfohlenen Weg geschuldet. Den Rest verbrauchte ich für das Erreichen der Altstadt von Menton von der Endstation des Busses.

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Etwas mehr als 5km die Küste entlang von Menton nach Monaco

Die Wanderung war wirklich schön, die Ausblicke wunderbar und der Weg gut ausgebaut – eventuell hätte man auf einen Teil des Betons auch verzichten können und Wald- oder Schotterwege lassen können. Aber wer wird schon so kleinlich sein…

Mit nunmehr schmerzenden Füssen (ich Weichei) schlenderte ich 2,5h später am Hafen von Monte Carlo an den Yachten der High Society vorbei, eigentlich war ich da schon auf der Suche nach dem Bus zurück nach Nizza.

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Die Yacht für den etwas kleineren Geldbeutel

Meine Suche trieb mich auf den Hügel von Monaco-Ville zum Prinzenpalast, in der Hoffnung an diesem Touri-Verkehrsknotenpunkt Hinweise auf meine Kutsche zu finden. Dort gab es aber nur eine Menge Kanonen und Kanonenkugeln, Polizisten und Touristen. Also wieder runter. Kaum wieder am Fuß des Hügels angekommen fand ich den Bus und verfolgte ihn zur nächsten Ecke, wo die Haltestelle war. Meine Tageskarte (4€), die ich aufgrund der Rechnung 2x Tram + 2x Bus (=4€) gekauft hatte, galt bei Einstieg in Monaco leider nicht, aber den einen Euro extra konnte ich dann auch noch verkraften.

Zurück in Nizza machte ich mich wieder auf die Suche nach meinem Abendessen. Richtig erfolgreich war ich noch immer nicht, warmes Streetfood ist wohl schwer zu finden… Ich hatte mir eigentlich eine Box mit gebratenen Nudeln oder etwas ähnliches vorgestellt, geworden ist es dann ein (ziemlich leckerer) Burger bei Quick.

Damit war Tag zwei beendet und mit Badewanne und deutschem Privatfernsehen wurde er dann auch beschlossen.

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Nice – Le Début

Der erste Tag des Kurzurlaubs begann sehr früh… Um vier Uhr früh war schon Abfahrt, ich war dann zwar viel zu früh in Graz am Bahnhof, aber besser dort warten als Zug und damit Flug verpassen, nicht wahr?
Abfahrt in Graz 5:37
Abflug in Wien 10:45
Ankunft in NCE 12:45
Der Flug war ziemlich spektakulär, über die Alpen mit Ausblick zum Gardasee und über die Po-Ebene und dann an der Küste entlang. Da unser Flieger in Richtung Osten landen sollte, war noch ein Schwenk über Monaco aufs Meer hinaus notwendig, was einen supertollen Anblick mit sich brachte. 🙂
Am Flughafen hatte ich den richtigen Bus bald gefunden, musste aber noch etwas warten. Ein ebenfalls wartender Mann machte mir im vorbeigehen ein Kompliment für mein T-Shirt (immerhin ist da ein Pinguin drauf!! Schätze aber er war eher Fan meiner Oberweite als vom Pinguin an der Leine). Höflich wie ich bin hab ich mich dennoch bedankt, woraufhin er zuerst fragte woher ich sei und mir danach eine Tageskarte für den Bus schenkte. Ich war zwar skeptisch und ließ einen Bus aus um nicht weiter mit dem Typ sprechen zu müssen, aber die Karte funktionierte 😉
Da hat mir mein Shirt 4€ gespart.

Das Hotel war schnell gefunden und es ist bescheiden. Ich war schon in Hostels die besser ausgestattet waren… Keine Steckdose im Bad, kein Föhn, keine Steckdose beim Bett, keinerlei Deko (nicht mal ein mickriges Bild, um von der Tatsache abzulenken dass das Zimmer kein richtiges Fenster hat) und die von mir bevorzugte Bettseite hat eine Delle in der Matratze, aus der ich mich wie ein Käfer auf dem Rücken befreien musste. Aber es ist sauber und man bekommt sogar zwei Zimmer zur Ansicht und Auswahl – ich nahm das mit der Badewanne.

Nach dieser ganzen Ankommerei machte ich mich gleich auf den Weg ins Zentrum und genoss die Sonne auf dem Weg zur Promenade. Dort schlenderte ich zuerst über den Marche aux Fleurs bevor ich mit dem Lift den Schlossberg erklomm. Von dort oben bewunderte ich die Aussicht und lief natürlich ein bisschen herum, immer auf der Suche nach Fotomotiven.

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Hinunter ging’s dann zu Fuß auf der Hafenseite des Hügels, bevor ich mich wieder ins Gewühl der Haupt-Touri-Strasse stürzte. Auf der Suche nach Nahrung näherte ich mich langsam wieder dem Hotel. Leider fand ich erst ein Stück weiter eine Patisserie die auch Pizzastücke anbot. Nicht ganz was ich wollte, aber nach Kuchen von Oma, zwei importierten Birnen und einem Pain au Chocolat vom Hotel hatte ich noch nichts gegessen.
Danach nur noch Badewanne, bisschen deutsche Privatsender kucken und schlafen…

Übrigens, für die verwendeten französischen Begriffe übernehme ich keinerlei Verantwortung. Ich improvisiere hier sowieso nur.