Freche Bitte um Hilfe

Das crowd funding hat nicht funktioniert. Das ist okay, auch wenn ich mich wirklich sehr gefreut hätte. Die Idee ist einer akuten Sehnsucht nach Schiff und Meer und Freunden erwachsen, Ideen führen bei mir oft zu Handlungsbedarf und dann auch zu Handlungen. Es werden dann schon mal gerne alle Optionen in Angriff genommen, so auch in diesem Fall. An NCL, die Reederei, habe ich übrigens auch geschrieben, vermutlich bin ich damit aber im Spamordner gelandet.

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Ausgeplant

Es hätte auch noch schneller gehen können, aber ich habe mich zurück gehalten…
Im aktuellen Weihnachtsurlaub habe ich aber viel Zeit, um im Internet zu stöbern und jetzt ist der Herbsturlaub schon fertig organisiert.

Flug nach Barcelona erfolgt mit Vueling am Nationalfeiertag, – warum nicht gleich Donnerstag und Freitag dazu nehmen, wenn der Mittwoch schon frei ist, war der Gedanke. (Ob für 2 oder 3 Stunden Ersatztrainer gebraucht werden ist dann auch schon egal, oder?)
Bei der Unterkunft hatte ich mich schnell auf Airbnb eingeschossen, da hiermit wesentlich bessere Angebote zu finden waren, als über einschlägige Hotelportale. Die Bewohner von Barcelona haben den Dienst offensichtlich besonders enthusiastisch angenommen, es gibt zahlreiche sehr gute Zimmer und Appartements. Ich hatte auch die Qual der Wahl zwischen einem Studio und einem Privatzimmer, mich aufgrund des Preises dann aber doch für ein nettes Zimmer in einer schönen Wohnung, bei einer sympathischen Frau entschieden. Viertel der Wahl war übrigens Poble Sec, weil ich gern überall hin zu Fuß gehen möchte, auch zum Hafen mit dem Koffer, und weil ich den Montjuic so toll finde.

Da ich eine Gutschrift durch eine Empfehlung hatte, kommen die vier Nächte auf €99, was schon sehr gut ist. Das Zimmer und die Vermieterin wurden in stundenlanger Recherche handverlesen 🙂
Wer auch Airbnb nutzen möchte und noch keinen Account hat, kann diesen Link benutzen. Wir bekommen dann beide €18 abgezogen bzw. gutgeschrieben.
Meine Erfahrungen waren bisher nur positiv 🙂

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Und dieses Mal plane ich auch mal in die Gaudi Gebäude zu gehen – Sagrada Familia und Casa Battlo.
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Auf den Tibidabo möchte ich diesmal auch 🙂

Jetzt ist dann nur noch die ganze Kreuzfahrt zu bezahlen, das werde ich in Etappen machen, unter Beobachtung des Wechselkurses (habe in USD gebucht); sowie zu entscheiden was es in Teneriffa und San Juan (Puerto Rico) zu tun gibt.

Übrigens: heute erstes Mal Schnee schaufeln in diesem Winter.

Es wird wieder episch

Bei dem Namen des Schiffes bleiben (schlechte) Wortwitze halt nicht aus.

Im Herbst 2016 gibt es also eine Neuauflage der Kreuzfahrtabenteuer – der Rückflug wurde gebucht, es gibt also nun kaum mehr eine Chance für einen Rückzieher 🙂

Das ist schon okay so, denn obwohl ich mir bis vor kurzem noch unsicher war, ob ich denn schon wieder auf ein Schiff wollte und ob die Zeit nicht besser als Gasttrainerin in einem Resort auf Kuba genutzt wäre, fiel die Entscheidung als ich mal alle Punkte die für die Kreuzfahrt sprachen aufgelistet hatte (in einer Whatsapp Konversation, aber ist ja egal), dann doch ganz leicht.

Der Rückflug, den ich gefunden hatte, erleichterte das Ganze dann noch. Es geht nämlich von Orlando (das Schiff endet die Reise in Port Canaveral) über Oslo nach Wien, auf der Langstrecke mit dem Dreamliner, um ziemlich gute 310 Euro.

In Orlando geht’s erst spät los, also vorausgesetzt ich komme rechtzeitig vom Schiff runter und die Immigration hält mich nicht auf, habe ich auch noch Zeit für einen der Themenparks… Universal, Epcot oder doch Magic Kingdom? Das wird dann noch eine schwere Entscheidung, aber wenn ich schon mal dort bin muss das schon mitgenommen werden.

Zu Mittag am nächsten Tag komme ich dann in Oslo an, und hoffentlich bin ich trotz Jetlag in der Lage etwas von der Stadt zu sehen – ein Hakerl gibt’s auf alle Fälle auf meiner „Europäische Hauptstädte“ Liste. 😉
Die bereits ausgekundschaftete Unterkunft liegt mitten im Zentrum, beim Bahnhof, da muss doch was gehen… Für Tipps bzgl. schlafen in der Economy bei generell schlaflosen Reisenden bin ich dankbar.

Am nächsten Morgen geht’s dann zurück nach Wien und Richtung Heimat.

Das Schiff selbst macht auch eine schöne Tour und startet in meiner Lieblingsstadt Barcelona (da müssen dann unbedingt mindestens zwei Tage davor verbracht werden), dann schippern wir Richtung Teneriffa, und weiter in die Karibik nach Puerto Rico. Ist ja schon lang auf meiner internen will-ich-mal-hin Liste.

Dazu gibt’s Getränkepaket und Specialty Dinner Paket auf dem Schiff und natürlich die nette Begleitung (nämlich wieder meine Kreuzfahrtgruppe von Epic und Escape). Und wahrscheinlich kein Zumba, damit es Urlaub bleibt und sich auch so anfühlt.

Klingt doch gut, oder?

Kreuzfahrt, olé

Ja, ich bin schon wieder hinten nach… Aber jetzt gibt’s einen kurzen Bericht von meinem letzten Abenteuer auf hoher See.

Unterwegs zum Schiff hatte ich ein wenig Zeit und hab diese mit dem Schreiben einer Notiz verbracht:

Vorbereitung

Das Kofferpacken für die Kreuzfahrt zog sich diesmal über drei Wochen 🙂
Viele Überlegungen spielten eine Rolle: Koffergröße, Zumba, Halloween, warme Kleidung, Badesachen, hübsche Sachen, wie viele Schuhe, wie viel Kosmetikzeug, aufteilen auf Koffer und Handgepäck falls der Koffer nicht mitkommt.

Zuerst hatte ich eine (sehr hübsche) Tasche als Handgepäck vorgesehen und befüllt, nach Kopenhagen mit meinem treuen Rucksack musste nach Anblick der armen Menschen mit Rollkoffern und Taschen dann doch wieder der nicht so stylische Rucksack mit.
Der aufgegebene Koffer ist mittelgroß – und rot. Falls er auf dem Weg zum Schiff verloren geht, gibt es keine Möglichkeit den nachgeliefert zu bekommen. Vom Hubschrauber werden sie ihn kaum abwerfen… Also musste ich alles aufteilen, um für alle Events vorbereitet zu sein. Da ich für Halloween Teil einer Gruppe bin, musste auch das Kostüm ins Handgepäck.

Zwei Stück Kameras sind dabei: die bewährte Olympus Pen Mini mit dem Pancake Objektiv und Ladegerät, sowie die neue Actioncam (SJ4000 wifi) inklusive Zweitakku und Ladegerät und diverses Zubehör zur Befestigung an Körper und Balkon… (Ich habe mal geteasert: ich hatte zwei Kameras zum Vergleichen bestellt und eine zurück geschickt, nix mit 3D 🙂 )

Dann vom Technikkram nur noch der Kindle und das Nexus 4 (weil der Kamera bei meinem eigentlich aktuellen Smartphone Xiaomi Redmi 2 pro fehlt grad was, Grippe oder so 😉 ).

Am Vortag war ich dann noch im Büro (obwohl mein Hirn eh zu nix zu gebrauchen war) und von dort ging es fast direkt, mit Umweg über Frisör, Richtung Wiener Flughafen, wo ich in der Nähe übernachtete. Dann hieß es am nächsten Tag zittern, bis ich es tatsächlich auf das Schiff geschafft habe (beim Schreiben dieser Zeilen sitze ich im BA Flug nach London, von dort geht es mit National Express Bus nach Southampton, und dann mit Taxi zum Hafen… ETA 14 Uhr UK Zeit, das Schiff legt um 17 Uhr ab – das ist etwas knapp um nicht nervös zu sein.)

Für die Nerven ist eine Anreise am gleichen Tag zu einer Kreuzfahrt wirklich nicht zu empfehlen. Also, zumindest sicher nicht für meine Nerven. Ich war sehr angespannt, aber schließlich klappte doch alles wie geplant, und mit Taxi fuhr ich dann rechtzeitig zum Einschiffen (ca. 14:20) am Terminal in Southampton vor. Kommunizierte Check In Zeit für das Schiff war bis 15 Uhr vorgesehen, ob das eingehalten wurde, weiß ich nicht, aber das konnte mir dann ja schon egal sein.

Nach dem Betreten des Schiffes traf ich gleich im Atrium Bereich (in etwa wie eine Lobby in einem Hotel) drei meiner Bekannten vom letzten Jahr. Wir verabredeten uns für später und ich zog weiter in Richtung meiner Kabine.

Die war schnell gefunden, ausreichend groß, überraschend anders angeordnet als die extra durchgeführte Änderung per Telefon vermuten ließ (ich wollte das Bett beim Balkon, und hatte dafür extra angerufen und eine andere Kabine bekommen – anscheinend wussten die in Miami aber auch nicht wie das Schiff wirklich eingeteilt war), aber schön.

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Standard Balkonkabine Norwegian Escape, #13294

Frisch machen, Nahrung suchen und dann auf zur Sail Away Party. Dieser erste Abend sollte meine größte Partynacht werden, weil ich so aufgeregt war die ganzen Leute wieder zu sehen, und das Getränkepaket hatte, und weil mein angespannter Tag einfach dazu führte… Am nächsten Tag war ich dementsprechend etwas angeschlagen, und die heftige Bewegung des Schiffes aufgrund des Wetters und der rauen See halfen da auch nicht gerade.

Das war aber alles schnell überwunden, und schnell stellte sich mein Kreuzfahrtalltag ein: schlafen, Frühstück, meistens Spa, Mittagessen, ein Schläfchen in der Kabine, Abendessen, Treffen an der Bar mit den Männern. Das Wetter blieb leider englisch, und dass das Schiff für karibische Verhältnisse ausgestattet war, konnte man schon deutlich merken. Es wurde viel geschlafen in diesen ersten sieben Tagen…

Unterbrochen wurde meine Routine nur von meinem Zumba Kurs, der jeden zweiten Tag (insgesamt viermal) stattfand. Definitiv mein Highlight der Reise, so viele Menschen, eine tolle Aufnahme, großartige Energie, Leute, die nach der Stunde zu mir kamen um zu tratschen und sich zu bedanken. Sehr cool! Nach der ersten Stunde, konnte ich mit Hilfe des Schiffstechnikers dann sogar das Videosystem nutzen, und ich wurde hinter mir noch mal groß projiziert, damit auch die in den hinteren Reihen eine Chance hatten, meine Füße zu sehen. 🙂

Am Schluss wurde ich vom Schiff, auf Anregung einiger meiner Teilnehmerinnen, dann noch zu einem Spa Treatment eingeladen. Ich entschied mich für eine Hot Stone Massage für den letzten Tag, die mir wirklich sehr gut tat.

Abgesehen davon gab es noch Halloween, sehr nette Dinner (Cagney’s, Bayamo und La Cucina) mit meinen Freunden, einen Besuch des außergewöhnlichen Hochseilgartens und recht viel Zeit im Spa mit Sauna und bequemen Liegen. Auf die Wasserrutschen verzichtete ich, da ich gleich am dritten Tag von einer recht heftigen Erkältung mit Schnupfen und Husten geplagt wurde. Ein bisschen Sonne bekam ich in den letzten drei Tagen der Reise aber doch noch ab, als wir uns an Bermuda vorbei endlich der Karibik näherten.

Die Heimreise verlief dann recht ereignislos – obwohl, ein paar Anekdoten habe ich über meinen ersten Flug in der Businessclass, aber das ist mündlich besser zu überliefern. 😉
Nach 36 Stunden wach und 24 Stunden von Tür zu Tür hatte ich es dann geschafft, und die große Herbstreise 2015 war vorbei.

Fotos gibt es nur ganz ganz wenige, das Mitnehmen des ganzen Equipments hätte ich mir sparen können, aber trostloses Wetter ist nicht so fotogen, und auch die geplanten Timelapse Aufnahmen wären für schöne Sonnenauf- oder -untergänge geplant gewesen.
Fotos vom Schiff in Profi-Qualität gibt es haufenweise im Netz zu finden.

Fazit: Tolles Essen, schönes Schiff, super Zumbastunden, nette Gesellschaft. Nächste Fahrt ist schon gebucht, auch wenn ich nicht sicher bin, ob es dabei bleibt. Da würde es wieder Ende Oktober über den Atlantik gehen, mit der schon bekannten Epic, auf einer südlichen Route mit Teneriffa und Puerto Rico(!), mit den selben Menschen.

Direktbuchung

Gleich nach meinem letzten Schiffsabenteuer konnte ich nicht widerstehen und habe die nächste Transatlantikfahrt gebucht.
Das tat ich direkt über die US Seite der Reederei (Norwegian) da der Umrechnungskurs/Preis damals (November 2014) noch günstiger war. Das hat sich mittlerweile zwar geändert, aber das direkte Buchen in Amerika hat dennoch Vorteile:

Die Stornobedingungen sind „etwas“ anders als in Europa:

USA: > 76 days prior to sailing: 0% | 75 – 56 days: Deposit | 55 – 29 days: 50% | 28 – 15 days: 75% | 14 days or less: 100%

Deutschland/Europa: > 31 Tage vorher: 10% | 30 – 22 Tage vorher: 35% | 21 – 15 Tage vorher: 50% | 14 – 8 Tage vorher: 75% | < 14 Tage vorher: 95%

Das kam mir am Montag entgegen, da eine neue Promo-Aktion angelaufen ist (bei NCL USA), wo auch die Studios und Innenkabinen ein gratis Getränkepaket für die Buchung erhalten.

Ich muss ausholen: Auf dieses Getränkepaket war ich sowieso scharf, aber zum Zeitpunkt meiner Buchung gab es diese Promo nicht, es gab aber 10% des Preises als Bordguthaben. Damit hatte ich gebucht. Das Getränkepaket kostet für 10 Tage circa USD620. Das nehme ich natürlich nicht, so viel kann ich unmöglich vertrinken.
Später gab es dann die Promo – Auswahl aus vier verschiedenen Zusatzleistungen, davon war eine das Getränkepaket – aber nicht für Transatlantikreisen (hatten wohl Bedenken dass bei vielen Seetagen die Leute zu viel Zeit zum Trinken haben).
Wieder später eine neue Variante, nun galten alle vier Optionen auch für Transatlantikfahrten. Nicht aber für Studios und Innenkabinen.
Nochmal später: Promo auch für Innenkabinen und Studios, aber nicht das Paket mit Getränken für Erwachsene (aka Alkohol), sondern das Softdrinkpaket.
Alles uninteressant. Aber nun endlich, letzten Montag, die Nachricht: Alkohol für alle! (Quasi)

Ich hab mich dann hingesetzt und angefangen zu rechnen, in der vollen Überzeugung, dass ich meine Anzahlung von USD200 aufgeben müsste. Ein Experte auf FB hat mich aber darauf hingewiesen, dass dem aber eben nicht so ist (siehe oben), und ich ganz einfach stornieren und neu buchen könnte, bzw. anrufen und die packen mir dann vielleicht ohne viel Aufwand das Paket dazu.

Das hab ich dann natürlich versucht und mich per Skype mit NCL in Miami unterhalten – Fazit: klappte problemlos, hab das Bordguthaben verloren, aber das Getränkepaket für Erwachsene bekommen (dafür ist noch mal extra Trinkgeld im Voraus zu bezahlen, aber das zahl ich gern), die mir bereits zugewiesene Kabine konnte er mir (warum auch immer) nicht mehr geben, aber er schlug dann etwas größeres, besser gelegenes vor. Ob ich mit einem Aufpreis von ca. USD25 einverstanden wäre? – Für eine Kabine mit 50% mehr Platz? Aber hallo! Natürlich.

Ja, also, so kam es dass ich eine barrierefreie Innenkabine zugeteilt bekam. Sollte diese jemand benötigen, werde ich noch mal eine andere Kabine bekommen, und sollte das kein Upgrade sein (Balkon oder Penthouse Suite oder so) hoffen wir mal dass das nicht passiert.

Weil:

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Vergleich, normale Innenkabine oben – barrierefreie Innenkabine unten (Norwegian Getaway/Breakaway, von der Escape gibt es natürlich noch nichts).