Abenteuer, Kreuzfahrt

Abenteuerurlaub auf dem Atlantik – Bericht (6)

Es geht dem Ende zu. Aber zwei Highlights gibt’s noch.

Donnerstag 06.11., St. Thomas, US Virgin Islands

Der Tag meines ersten Meerestauchgangs!
Runter vom Schiff, rein in ein Taxi und ab nach Coki Beach. Dort war ich etwas zu früh, aber macht ja nix, konnte ich im Meer noch ein wenig schwimmen und mal schauen wie das Wasser so ist. Es gab etwas Strömung, und eine Ground-swell, die den Sandboden etwa aufwirbelte und so für nicht-optimale Sicht sorgte – aber dafür war ich die einzige Taucherin, die den Strandtauchgang gemacht hat 😀
Ein ganzer Guide, nur für mich alleine!

Coki Beach
Coki Beach

Das Herrichten und Anlegen der Ausrüstung war dann schnell erledigt – kein Wunder, wenn man keinen Anzug braucht. Ich hatte nur Bikini, mein Rash Shirt und die Tarierweste „an“. Das Wasser hatte ca. 27°C 🙂
Für 55 Minuten blubberte ich also dahin, Probleme hatte ich überhaupt keine, weder mit der Ausrüstung, noch mit der Strömung. Diese war sogar ziemlich lustig, soo stark war sie auch wieder nicht, sie reichte gerade mal zum sehr gemütlichen Dahingleiten, ohne dass man was tun musste. 🙂
Auf meine Tarierung war ich besonders stolz, ich bin immer ganz neutral gewesen, bisschen zappeln musste ich nur wenn mir der Guide am Grund was zeigen wollte und ich dann direkt nach unten sollte. Gesehen hab ich einiges, sehr bunt war das Riff allerdings nicht, aber ist halt eine andere Art als im Indischen Ozean oder im Roten Meer.

Schön war das! und mein Highlight der Reise, abgesehen von der Kreuzfahrt an sich und den Leuten.

Freitag, 07.11., Seetag und White Hot Party

Das nächste Highlight war die sehr sehr lustige und sehr tanzintensive White Hot Party, eine „Kult-Party“ von Norwegian.
Mit meinen neuen Freunden shakte ich einige Stunden lang (höchste Punktezahl am Shine bisher!) und genoß die gute Stimmung, den Vollmond und die Atmosphäre der karibischen Nacht an Deck.

 

White Hot Party
White Hot Party

Meine allerletzte Zumba Stunde der Kreuzfahrt hatte ich zuvor am Nachmittag, und obwohl sie wieder nicht überlaufen war, hatten wir viel Spaß. Ian war das erste Mal dabei und sehr tapfer obwohl er sich im Übereifer ein Band etwas überdehnte oder so 😦
Bei der folgenden Verabschiedung wurde ich dann doch auch gelobt und mit durchwegs positivem Feedback bedacht, sogar ein kleines Dankeschön in Form von Schokolade wurde mir überreicht 🙂 – einziger Verbesserungsvorschlag: mehr Augenkontakt. Dem stimme ich zu 🙂

Samstag, 08.11., Seetag und Abschied nehmen

Einem gemütlichen Seetag am Pooldeck mit ein bisschen Jacuzzi und einem kleinen Neben-Abenteuer mit einem netten jungen Mann folgte der Abend des Abschieds. Letzte Drinks wurden eingenommen, die Eindrücke der Reise noch einmal verglichen und Pläne für Wiedersehen geschmiedet. Zwischendurch  ging ich am Nachmittag mal packen und stellte meinen Koffer dann wie angewiesen vor die Tür.
Bis nach Mitternacht saß ich mit meiner Gruppe auf dem Pooldeck, bis wir von den Reinigungskräften „vertrieben“ wurden, da sie das Deck sauber machen mussten.

Sonntag, 09.11., Miami im Regen und mit dem Greyhound nach Key Largo

Für meinen Ausschiffungstag hatte ich bereits im Vorfeld den Hop On Hop Off Bus für Miami über die Reederei gebucht (und bezahlt). Daher war der Prozess ganz simpel und ich brauchte nur Anweisungen und dann einer Schlange folgen. Alles einfach und ziemlich schnell vorüber. Ich hätte es auch noch ein wenig länger ausgehalten auf der Epic muss ich sagen. Zu meiner Freude war Katy auch im selben Bus und so verbrachten wir den halben Tag noch gemeinsam – und trotzten dem Regenwetter in Miami. Kein schlechtes Wetter auf der ganzen Überfahrt, aber in Miami muss es plötzlich wie aus Eimern schütten. Nunja. Viel gesehen haben wir demnach nicht, aber ich komme ja wieder.
Nach einem netten späten Lunch mit Katy begab ich mich dann zum Flughafenbus. Am Flughafen dann gleich zur Info, dann in ein Taxi und zur Greyhoundstation. Ohne Mietwagen und mit kleinem Budget hat man nicht sehr viele Optionen. Der Bus war aber vollkommen okay, und der Fahrer so nett und besorgt, dass er mich eigentlich gern vor die Tür des Hotels gefahren hätte. Es hat geregnet und es war dunkel, aber das Hotel konnte ich dennoch schnell finden und auch wenn die Straßen in Florida nicht zum Spazierengehen gedacht sind, haben es mein Koffer und ich doch ganz gut geschafft. Vermutlich waren wir aber die ersten die den Weg vom Highway zum Hotel zu Fuß bestritten haben 😀

Abenteuer, Kreuzfahrt

Abenteuerurlaub auf dem Atlantik – Bericht (5)

Samstag 01.11. – Langsamer Tag

Heute hatte ich mein Frühstück mit Müsli und Früchten auf dem Pooldeck, wo ich der Cumbia Klasse zusah. Dann wechselte ich an ein Fenster in O’Sheehan’s und hörte Musik. Gefolgt vom halben Tag im Spa, bisschen Sauna, warme Liege, Relax Lounge, Wasser, warme Liege. Spätes Mittagessen um ca 3 im Freien (Nachos) und ins Zimmer, fernsehen.
Am Abend bin ich nur kurz zum Buffett (Salat und Lachs) und dann ins Bett.

Sonntag 02.11. – Es wird karibisch!

Das Wetter bisher ist wirklich fabelhaft, und jetzt, mitten im Atlantik, wird es auch jeden Tag wärmer. Schon um 5 Uhr morgens hat es 23 Grad und das wird bis ca 30 hoch gehen. Die Liegen an Deck sind alle besetzt, auf dem Balkon ist es zu heiß.
Nachdem ich in O’Sheehan’s am Fenster sitze und den fliegenden Fischen zusehe und Musik höre, finde ich mich im Schatten hinten auf dem Pooldeck wieder. Dort bleibe ich, unterbrochen vom Mittagessen (Salat und Eis), bis kurz vor Start meiner Zumba Klasse.
Es waren diesmal weniger Leute, drei vom letzten Mal und Dave.
War lustig und für mich trotzdem okay, ich mag vorn stehen und tun und zwischen helfen und erklären tatsächlich.

Nach dem Duschen schaute ich zu Shakers, und ging dann zu Taste zum Abendessen. Das Essen war nicht sehr besonders diesmal.
An dem Abend gab es die Show ‚Dancing with the Epic Stars‘ im Atrium. Das war ein wildes Herumgehüpfe und hatte mit Tanzen fast gar nichts zu tun, was ich schade fand. Danach ging ich zurück in die Kabine und bald schlafen.

Montag 03.11.

Sehr sonnig.
Ruhiger Tag, bisschen Bars und lesen auf Balkon und Deck 18. Das erste Mal Wasserrutschen, mit Brian, Darren und Ken.

Norwegian Epic Pool Deck und Wasserrutschen
Norwegian Epic Pool Deck und Wasserrutschen

Dienstag 04.11.

Frühstück
Pooldeck
Der erste Tag der richtig bewölkt war, bei der Hitze aber angenehm.
Kleines Mittagessen, Schläfchen, und Zumba mit wieder weniger und einem mehr.
Duschen.
Einladung zum Abendessen in Le Bistro, dem französischen Zuzahl-Restaurant, mit Bill, Robert und Christine.

Die Speisekarte
Die Speisekarte

Shakers, Spice und Bliss.
Um 11 Bud Andersen im Theater („Adult Show“), dann Bliss bis 01:15 mit Erica und Tatiana.

Mittwoch 05.11.

Das erste Mal wieder Land – St. Maarten.
Zur Feier des Tages ließ ich mir das Frühstück in die Kabine bringen.

Room service breakfast

Geschlafen hatte ich kaum, daher konnte ich Anfahrt und Sonnenaufgang gut verfolgen.
Nach dem kleinen Frühstück ging es runter vom Schiff zur Delfin Tour.
Neben uns im Hafen: Westerdam, Celebrity Reflection, Explorer of the Seas und Oasis of the Seas!

Ziemlich voll in St. Maarten!
Ziemlich voll in St. Maarten!

Mit kleinem Boot ging es auf die Nachbarinsel Anguilla, zum Dolphin Adventure. Viele Leute, Massenabfertigung, aber trotzdem okay.

Schwimmen mit Delfinen auf Anguilla
Schwimmen mit Delfinen auf Anguilla

Lunch, Boot, Schiff.
Poolbar und Wasserrutschen mit Brian und Katy.
Sail away Pooldeck, Abendessen im Garden Café, Shakers, Legends in Concert, Bett.

Abenteuer, Kreuzfahrt, Zumba

Abenteuerurlaub auf dem Atlantik – Bericht (4)

Land! 29. Oktober 2014

madeira

Der Tag auf Madeira war nicht so toll wie geplant, da ich meine Pläne für Florida umschmeissen musste und dafür Internet brauchte. Das war also die Mission des Landgangs. Leider war sie frustrierend statt erfolgreich, da kein gscheites freies WLAN gefunden werden konnte. Wieder an Bord und nach Nachfrage bei Guest Services durfte ich aber bei denen hinter die Kulissen und einen PC mit Internet benutzen.
So konnte ich das Mietauto stornieren und ein Hotel in Key Largo für drei Nächte buchen und gleich bezahlen.
Es bleibt jetzt noch ein Hotel zu stornieren sowie den Tauchgang in Key Largo.

Nach einem Telefonat mit meiner Mutter ging es zum Lunch ins Garden Café (Chicken Popcorn, Karfiol-Fenchel Gratin und Caesars Salad).

Danach ins Spa, und um 5 war ich am Pooldeck für das Ablegen. Kurzes Telefonat mit Oma – schließlich hatte ich noch ein europäisches Handynetz 🙂
Bei der Gelegenheit wurde auch gleich noch der Polizeiposten in meiner Bezirkshauptstadt angerufen, um zu melden, dass mein Führerschein gestohlen worden war. Ich hatte nämlich nachgelesen, dass das innerhalb von 2 Wochen gemeldet werden muss. Der Polizist war allerdings wenig erfreut dass er von so weit weg angerufen wurde, und verstand auch gar nicht so richtig was ich wollte.
„Wo ist er gestohlen worden?“
„In Barcelona.“
„Und wieso rufen’S da mich an?!?!“
„Ähm…“
„Und wo sind’S jetzt?“
„In Madeira.“
„Wieso? Ha? Des is ja viel zu teuer!“
„Aber ich muss des melden, dachte ich!“
„Kommen’S her wenn’S wieder daheim sind, des is zu teuer“ – *legtauf*

Okay. Ich betrachtete das mal als erledigt.
Die Abfahrt von Funchal und den Sonnenuntergang beobachtete ich auf Deck 18, mit einer Flasche Strongbow.

Um 7 traf ich die Jungs im Shakers und chattete ein wenig, sie gingen zum Dinner, ich zur Sushi Bar. Ein kleines aber sehr leckeres Abendessen, und mit sehr netten Servicemenschen, die sich mit mir unterhielten.
Das Timing war perfekt um zu Headliners zu gehen und zu schauen ob ein Platz frei ist. Mindestens ein Platz ist ja immer frei, also konnte ich den Comedian Bud Andersen sehen, den ich sehr lustig fand.
Danach schnell duschen und stylen für die Disco Nacht, die zuerst in Spice H2O war, und dann aufgrund von Regen ins Bliss verlegt wurde. Ein paar waren verkleidet, und auch ich hab mich bemüht – und eine Menge Komplimente dafür bekommen.

Nachdem wir quasi die Karaoke Show gecrasht haben, und die Sänger noch ihre Schlaflieder fertig machten kam irgendwie nicht so richtig die Partystimmung auf und um 12 ging ich in die Kabine.
Uhr war schon wieder zum zurück stellen. 🙂

Hui, ganz schön viel los auf so einem Schiff 😉

Extrarunde – 30. Oktober 2014

Ich schlafe richtig gut auf dem Schiff, es gibt kaum Bewegung. Bisher bin ich jeden Tag pünktlich um 6 Uhr aufgewacht, egal ob die Uhr zurück gestellt wurde oder nicht 🙂

So auch an diesem Morgen, der routinemäßige Check der Navigationsinfo im TV brachte allerdings eine Überraschung: wir fuhren in die falsche Richtung!

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Zehn Minuten später kam auch schon ein Helikopter für eine medizinische Evakuierung. Direkt über meinem Balkon.

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Nach einem Frühstück im Garden Café legte ich mich versuchsweise in die Sonne auf Deck 18, das war aber doch zu kalt und so besuchte ich wieder mal das Spa.
Dann auf den Balkon in die Sonne, und um 13 Uhr besuchte ich O’Sheehans fürs Mittagessen (Burger), wo ich die Chachacha Lektion im Atrium beobachten konnte.
Danach gab es ein Mittagsschläfchen in der Kabine und ein bisschen fernsehen.

Um 18 Uhr startete ich meine Zumba Playlist zum Üben, danach duschen und herrichten und zu Shakers, wo Ian seine Mozartkugeln bekam.
Dann ging ich runter zu Taste und Manhattan, stellte fest dass beide die selbe Karte für das Dinner hatten und entschied mich aufgrund der kürzeren Schlange für Taste. Ich bekam einen Beeper und musste 15 Minuten warten, dafür gab es ein Glas Sekt.
Das Abendessen war diesmal sehr viel schneller erledigt als am Dienstag, ich hatte Mojito Shrimp Ceviche und Roasted Chicken Breast, mit Broccoli und Püree.
Da dann noch massig Zeit war bis zur Blue Man Group, wanderte ich durch die Decks und fand im Shakers Miriam, Trevor und Greg. Die bekamen auch Schokolade und Greg lief sogar zurück in die Kabine um mir was zurück zu geben: einen kleinen Bär in Mountie Uniform! 🙂

Dann zur BMG, gefolgt von Bliss, wo die Party schon in vollem Gange war, und ich mit den anderen bis halb eins oder so tanzte.

Halloween und Zumba – 31. Oktober 2014

Der Tag war sehr ruhig mit Spa, lesen und zwischendurch etwas essen.
Lunch: Salat, Nachos
Dinner, spät im Garden Café mit Marius, Darren und Eric.

Am Nachmittag war ich schon etwas nervös wegen meiner Zumba Klasse und ging die Lieder noch mal durch. Um 16:30 ging es dann los, es waren 9 Tänzer glaube ich und drei die sich für Zusehen entschieden. Die Choreo lief gut, das Schiff schwankte ein wenig, was alles noch ein wenig spannender machte.
Ich war auf der Bühne mit Scheinwerfern, und das mit Nervosität und Bewegung führte dazu dass ich schwitzte wie bei den Freitags-Stunden.

Danach duschen und herrichten für Halloween, es gab eine Party der FOD Meute in der Bliss Lounge, und danach eine Parade über das ganze Schiff. Im Garden Café aßen wir eine Kleinigkeit bevor ich nach hinten zu Spice H2O ging, für die Schiffsparty. Dort tanzte ich bis halb eins mit den anderen.

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Kreuzfahrt, Zumba

Abenteuerurlaub auf dem Atlantik – Bericht (3)

Zwei Seetage! 27. und 28. Oktober 2014

Nach einem erholsamen und ruhigen Schlaf war ich am Montag schon um 6 Uhr wach und um 7 auch schon beim Frühstück im Garden Cafe.
frDort traf ich einen weiteren Frühaufsteher aus unserer Gruppe.

Da das Schiff doch auch Zumba anbot, musste ich mir das natürlich anschauen. Die Stunde begann um 9 Uhr und wurde im Manhattan Dining Room abgehalten, Jessica (Cruise Director Staff) leitete das Ganze. Es war etwas eigenartig und ich sah einige Punkte wo ich lernte wie ich es nicht machen möchte:

  • Sie hat eine Regel #1: Lächeln! –
    • dagegen ist nichts zu sagen, nur sollte man die eigene Regel schon mal selbst befolgen ;),
  • sie hat einen Drill Instructor Vibe versprüht („Moooove!!“),
    • den man mögen kann oder nicht (meins isses nicht),
  • und sie hat in der ersten Stunde, mit dieser komplett neuen und absolut diversen Gruppe, mitten in einer Choreographie aufgehört mit vormachen und die Gruppe allein machen lassen und dann frustriert geschaut weil kaum jemand das schon auswendig konnte. Wie sollen die armen Leute in 30 Sekunden eine Choreographie lernen? – zumal manche der Gruppe eher einen Rollator gebraucht hätten, als laute „Bewegt euch!“ Schreie. Nunja.

Ich war dann am nächsten Tag nochmal, und es war dasselbe Spiel. Ich habe mir beide Male überlegt das Feedback auch zu geben, aber… Naja. Zu Jessicas Verteidigung muss ich sagen, dass ich fand die Stunden und ihr Stil werden besser. Bei den weiteren Zumba Einheiten, die an den folgenden Seetagen auf dem Pooldeck stattfanden, habe ich dann nur noch interessiert zugesehen.

Danach habe ich mir den Spa Bereich das erste Mal angesehen, da war es aber leider sehr voll und sehr sehr laut. Entspannend war das nicht. Der Bereich an sich ist aber wirklich sehr schön, und so eine Sauna mit Aussicht hat schon was.

(c) NCL
(c) NCL

Ich war aber von dem herrschenden Ambiente so enttäuscht dass ich versucht habe den Spa Pass rückgängig zu machen. Das ging nicht, war aber im Nachhinein auch gut, denn zu nicht Rush Hour Zeiten war das Spa wirklich eine Wohltat und sehr angenehm.

Nach einem kleinen Lunch in Form von Nachos (mit Guacamole!) auf dem Pooldeck begab ich mich aufs Sonnendeck ganz nach oben und vorne und habe gelesen. Es war ein schöner Tag, warm und sonnig. Um 5 Uhr nachmittags folgte dann das erste Zumba Treffen, wo ich Infos verteilte, Fragen beantwortete, den Zeitplan bekannt gab und die Zettel für den Haftungsausschluss unterschreiben ließ (12 an der Zahl).

Danach war es Zeit für eine Kleinigkeit zum Abendessen vom Buffet, bevor ich mich für den Abend und das Thema „Norwegians Night Out“ fertig machte. Nach einem Drink (Rebellious Fish) beim FOD Treffen an der Shakers Bar, entschied ich mich Katy zur Show der Surpreme Dream Girls zu begleiten, die im Headliners Club Motown Lieder zum Besten gaben. Nach der Show lief ich mit der Kamera aufs Pooldeck um die Vorbeifahrt an Gibraltar festzuhalten, aber für gute Fotos war es schon zu dunkel. Den Fels und die gegenüberliegende afrikanische Küste konnte ich aber ausmachen. Danach ging es gleich weiter zur nächsten Show: Legends in Concert (Shakira, Prince und Diana Ross), wo mir am besten die Tänzer gefallen haben. 🙂

Norwegian’s Night Out sollte eigentlich die erste größere Party auf dem Heck des Pooldecks, im Spice H20 Bereich, sein, aber es war dann doch zu kühl dafür, daher war nichts los. Und in der Disco Bliss, der Ausweichstation, war auch/noch nichts los. So ging ich, nach einem weiteren Fish, „relativ“ früh ins Bett.

Der nächste Tag (Dienstag) verlief ganz ähnlich, mit Frühstück im Garden Cafe, Zumba von 9 bis 10, Spa und Nachos. 🙂
Am Nachmittag habe ich in der Kabine ein bisschen fernsehgeschlafen, bevor ich mich fürs Abendessen fertig machte. Diesmal ging ich (allein) ins Taste, wo es à la carte gibt (Vegetable Tempura Roll, mit Shrimp; Fettucine mit Shrimps und Portobello Mushrooms; Chocolate Volcano). Mit den beiden älteren Herren am Nebentisch kam ich gleich ins Gespräch – der Kindle wurde nicht gebraucht für die Zeit zwischen den Gängen. Auch an den anderen Abenden wurde es mir auch allein nie langweilig, mit Leute beobachten kann ich mich ganz gut unterhalten, ansonsten gab es immer wieder Gelegenheit für ein wenig Small Talk mit Leuten an den Nebentischen. (Ich bin sonst ja nicht so für Small Talk, aber antworten tu ich schon, wenn ich was gefragt werde 😉 )

Nach dem Essen begab ich mich nochmal in den Spa Bereich, wo ich die abendliche Ruhe genießen konnte, und auf den wärmenden gefliesten Liegen lesen konnte.

Abenteuer, Kreuzfahrt

Abenteuerurlaub auf dem Atlantik – Bericht (2)

Und weiter geht’s bei meiner spannenden Reise! Nach dem überaus angenehmen Dinner, aber dennoch sorgenvollen Nachmittag und Abend in Barcelona erwachte ich am Tag der Einschiffung einigermaßen entspannt in meinem Hostelbett. Die Nacht im Vierbettzimmer war vollkommen okay, das gemeinschaftliche (Damen) Bad frei wenn ich es brauchte und sauber.

Die Kreuzfahrt beginnt! 26. Oktober 2014

Aus dem Hostel müsste ich bis 11 auschecken, und der Check In für das Schiff beginnt praktischerweise auch circa zu dieser Zeit. Da ich also maßig Zeit (aber kein Geld) hatte, machte ich mich auf den Weg zu meinem Lieblingsplätzchen um den Hafen zu beobachten. Das Hostel hatte ich aufgrund der Lage ausgesucht – es befindet sich in Laufweite zum Hafenshuttle, zur Las Ramblas und eben auch zum Mont Juic. Und diesen erklomm ich an diesem Morgen. In der Sonne war es bereits um 9 Uhr morgens angenehm warm bis schweißtreibend (je nach Intensität der Stufenbewältigung) und bald war ich unter dem Castell und konnte die Epic erblicken. Ich spazierte noch eine Weile auf dem Hügel herum, und machte mich dann auf den Weg zur Polizeistation, da ich die klitzekleine Hoffnung hatte, dass mein vermutlich sofort weggeworfenes Geldtascherl samt Karten eventuell aufgetaucht war. Dem war leider nicht so, aber probieren musste ich es. (Leider war auch der überaus attraktive junge spanische Polizist vom Vortag nicht anwesend. Schade. 😉 )

Danach machte ich mich auf die Suche nach einem Frühstück, und wurde in einem kleinen Supermarkt an der Ramblas fündig. Fruchtsaft und Schokodonuts um wenig Geld – machten satt und reichten erstmal. Auf dem Schiff könnte ich dann essen so viel und so gesund ich wollte. Ein Telefonat mit meiner Mutter zur weiteren Klärung meiner Finanzen gab es auch noch, und ein Vorschlag einer Mitreisenden vom Abendessen wurde besprochen, sowie die Option einen weiteren Versuch mit Western Union zu starten, sollte das nicht funktionieren. Ich könnte das Geld dann in Madeira abholen.

Es ging dann auch bald Richtung 11 Uhr und ich verließ das Hostel. Ich wurde noch einmal gefragt ob sich alles für mich geklärt hatte und sehr nett verabschiedet, bevor ich mich mit meinem Rucksack und meinem Koffer auf den Weg zum Portbus machte. Der kostet 2 Euro für eine Richtung und ist sehr sehr praktisch – zum Hafenterminal zu laufen würde ich definitiv nicht empfehlen (und ich laufe/gehe bekanntermaßen fast jede Strecke in einer Stadt). Koffer abgegeben, ESTA vorgezeigt und schon stand ich in der Check In Schlange. Daten wurden erfasst, ein Bild von mir gemacht und mit meiner Schlüsselkarte verknüpft und zwecks On Board Account wurde ich zum Cashier verwiesen, den ich später auf dem Schiff aufsuchen sollte. Wenn eine Kreditkarte verfügbar ist, wird diese gleich beim Check In erfasst.
Nach einer kurzen Wartezeit im Terminal konnte ich dann auch schon aufs Schiff! Ach wie war das schön! 🙂

Mein erster Weg führte mich zum Essen ins Garden Cafe (das Buffet des Schiffes), wo ich einen Salat mit Aussicht genoß. Bald danach konnte ich dann auch schon mein Handgepäck (den Rucksack) in meine Kabine bringen. Nach einer kurzen Inspektion der Balkonkabine (super!) begab ich mich dann auch die Mission „Geld fürs Schiff“.
Eine Option war natürlich, die 200 Dollar, die ich in bar hatte, auf das Schiffskonto zu geben, aber das wollte ich lieber als letzte Lösung betrachten. Stattdessen fragte ich am Schalter der Guest Services ob ich die Kreditkarte meiner Mutter – die ich natürlich nicht physisch bei mir hatte – verwenden könnte. Diesen Tipp hatte ich eben am Vorabend erhalten. Mit der Bank und dem Kreditkarteninstitut (Visa) war das schon geklärt, meine Mutter hatte die Situation bereits erklärt, nachdem sie nach den Western Union Versuchen angerufen wurde. Die Aussage war ich könnte die Kreditkarte verwenden, solang nur das Schiff bzw. die Reederei abbucht. Für andere Einkäufe würde es nicht funktionieren. Klang gut für mich. Mit dieser Information stand ich also vor der Guest Service Dame und versuchte mein Glück. Ich wurde zuerst nicht verstanden, dann wurde gesagt das geht nicht, woraufhin ich aber darauf bestand dass es gehen müsste und dass ich wirklich diese Option bevorzugen würde. Daraufhin wurde der Supervisor zu Rate gezogen, dem ich nochmal alles erzählte, der nochmal sagte das geht nicht, bevor er nach meinem neuerlichen Protest dann – tadaaaaa! – ein fertiges Formular hervorzog, das genau diesen Fall abdeckte. Hmpf, ja warum denn nicht gleich so?!
Das Formular verlangte nach den Informationen meiner Mutter, der Kreditkarte natürlich und nach einem Bezugsrahmen. Das von mir vorausgefüllte Formular wurde eingescannt und per Email an meine Mutter geschickt, die unterschreiben musste und Kopien/Scans von Führerschein und Kreditkarte beilegen musste. Nach einigem Hin und Her konnten wir den Prozess schließlich endlich abschließen.

Zeit für einen Drink!!

Erwähnt sei hier noch, dass die (durch die EU nun) günstigen Roamingkosten es mir ermöglichten mit meiner Mutter quasi in Dauerkontakt zu sein, um den Vorgang zu steuern. Und dass ein gewisser Zeitdruck bestand, da wir um 18 Uhr ablegen und Barcelona verlassen würden. Ungefähr um 17 Uhr war dann auch endlich alles geklärt und ich konnte mich beruhigt zum Sail Away begeben, meinen neuen Bekannten mitteilen, dass ich nun über ein „normales“ Schiffskonto verfügte und diesen Drink bezahlen und genießen konnte 😀

Der nächste Weg brauchte mich dann auch gleich zum Spa Bereich des Schiffes, wo ich – wie ursprünglich geplant – einen Spa Pass kaufte.
Am Abend besuchte ich mein erstes (von vielen) Friends of Dorothy Meetings, das an der Shakers Bar stattfand. Dort quatschte ich eine Weile mit meinen netten Mitfahrern, bevor es in einer kleinen Gruppe zum ersten Abendessen auf dem Schiff ging. Wir wählten das O’Sheehan’s Pub, und ich entschied mich für Mozzarella Sticks und Chicken Tenders. Danach wurde noch spontan ein Cabin Crawl veranstaltet (in unserer sehr kleinen Gruppe) und Erika und mir eine 2 Bedroom Suite im exklusiven Haven Bereich des Schiffes gezeigt. Schon sehr nett was man mit „ein wenig“ mehr Geld bekommen kann. Ich war aber sehr glücklich mit meiner kompakten aber ausreichenenden Balkonkabine 🙂

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Nach diesem ereignisreichen Tag schaffte ich es dann nicht mehr in die Disco zu den anderen und verkrümelte mich gleich Richtung Bett. Das musste schließlich ausgiebig getestet werden.