Freunde, London

Ausflug nach London

Das, ich glaube schon, erste Mal in Britanniens Hauptstadt bei warmem Wetter und Sonnenschein!

Die diesjährige, unregelmäßig stattfindende Aussie Reunion mit den deutschen Mädels fand in London statt, und das gleich vorweg, schön war’s.

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Ich bin am Donnerstag zeitig Richtung Lubljana (Slowenien) aufgebrochen, da mein Flug von dort startete. In bekannter Abenteuermanier habe ich damit wieder zwei neue Flughäfen (LJU und LTN) sowie zwei neue Fluglinien (hin mit Wizzair und zurück mit easyjet) kennenlernen können. Trotz ein wenig Stau auf dem Weg und ein wenig Suchspiel nach dem gebuchten Parkplatz kam ich sehr früh am Flughafen an. Der war erstaunlich leer, obwohl doch um einiges größer als beispielsweise GRZ.

Der Flug selbst war komplett unbemerkenswert (abgesehen von den zerissenen Sitzbezügen). In Luton angekommen, durfte ich mich in die lange Schlange an der Passkontrolle einreihen, um nach 30 Minuten warten dann noch weitere Wartezeit auf dem Busparkplatz zu verbringen. National Express hätte locker doppelt so viele Busse einsetzen können an dem Tag. Schlangestehen und warten waren daher die Hauptbeschäftigungen des Nachmittags.
Irgendwann hatte ich es dann doch nach King’s Cross ins Travelodge zu den Mädels geschafft. Nach einer kurzen Verschnaufpause (vom Warten :D) ging es am späten Nachmittag dann endlich los in die City!

Memela mit Chapulines, seht ihr sie? (Foto, leider, nicht von mir. Wurde irgendwann von irgendwem auf Twitter gepostet)

Abendessen am Southbank Center bei Wahaca, einem mexikanischen Restaurant (natürlich als Einstimmung für mich, und auch von mir ausgesucht). Es wurden verschiedene Tacos, ein Burrito, ein Salat, Maischips mit diversen Dips und Guacamole und eine mexikanische „Pizza“, belegt mit Bohnenbrei, Tomaten, Feta, Chorizo, Zwiebel, Kräutern und Grashüpfern (!) verzehrt. Dazu gab es Mojitos für die Cocktailfans (zwei von drei). (Speisekarte von wahaca, die Pizza heißt eigentlich memela und hat außer der Form nichts mit einer Pizza gemeinsam, die Grashüpfer heißen chapulines.)

Danach gingen wir ein Gebäude weiter und besuchten das Philharmonie Konzert „Great British Cinema“ (Filmmusik, wie dem Namen zu entnehmen). Das war für dreißig Minuten ganz spannend, mal zu sehen wieviele Musiker beteiligt sind, und wer wann was macht. Danach verlor es für mich etwas seinen Reiz, aber meine begleitenden Musiknerds waren happy. 🙂

Die Mädels mit ihrer Chefin
Die Mädels mit ihrer Chefin

Freitag startete mit einem ausreichenden aber nicht gerade luxuriösem Frühstück im Hotel, bevor wir uns auf den Weg zur Baker Street zu Madame Tussaud’s machten. Ich war noch nie in einem der Wachsmuseen und es gab gerade eine neue Star Wars und Marvel Heroes Ausstellung. Eine interessante Erfahrung, und das „Museum“ ist wirklich bemüht den Besuchern einiges zu bieten, abgesehen von den starre(nde)n Figuren. So gibt es einen Geisterbahnbereich mit Schauspielern, einem „Asylum“ aus einem Horrorfilm nachempfunden (schön war das nicht), interaktive Ausstellungsstücke, eine Fahrt mit kleinen Wägen durch die Geschichte Londons und eine 4D Filmvorführung mit animierten Marvel-Charakteren. War besser als erwartet.

Danach starteten wir zur Themse, kauften ein Ticket für eins der Boote und suchten dann am Südufer nach einem Mittagessen. Das war auf dem Gelände des Udderbelly Festivals auch schnell gefunden, in sehr netter Atmosphäre, mit guter Musik und verschiedenen Essensständen (Pulled Pork Wrap). Einen strammen Spaziergang später befanden wir uns dann auch schon auf dem Fluss Richtung Greenwich, auf einer einstündigen Fahrt. Wieder mit festem Boden unter den Füßen liefen wir ein wenig auf dem Gelände des Old Royal Naval College herum (war auch schon Teil eines Marvel-Films, die sind aber auch überall!), bevor wir mit der Docklands Light Railway (DLR) zurück ins Zentrum fuhren.

Der nächste Programmpunkt war eins der neuesten Hochhäuser im Komplex bei der Monument Station (wo auch das Gherkin steht). Dort kann man kostenlos (mit Reservierung) den Sky Garden im 35. Stock besuchen, wo es sich gemütlich sitzen, trinken, essen und aussichten lässt. Sehr empfehlenswert!

Auf der Suche nach einem Abendessen, idealerweise in einem schönen alten Pub, begaben wir uns, diesmal per Bus, zum Picadilly Circus und von dort durch die Gassen von Soho. Es war Freitag abend und die Pubs alle sehr voll mit Bankern, die in der City arbeiten und ihren Friday After Work Drink „genossen“. Schließlich war doch ein Etablissement gefunden, mit dem sich alle anfreunden konnten, und das dann auch noch gute Fish and Chips hatte.

Am Samstag stand ein Besuch des Camden Lock Markets auf dem Programm – möglich dass dieser überbewertet und eine „Touristenfalle“ ist, aber ich fand es ganz toll und faszinierend. Gekauft wurden „nur“ zwei T-Shirts, zum Schauen gab es aber eine Menge, vor allem der Bereich der Horse Stables war sehr atmosphärisch. Zahlreiche Streetfoodläden internationaler Herkunft luden dann zum Mittagessen und es wurde je nach Neigung für Curry, Pizza und Bibimbap entschieden.

Nach diesem angenehmen Vormittag im Norden der Stadt bewegten wir uns wieder Richtung Fluss, wo wir eine free walking tour mitmachten. Diese führte uns von der Temple Station bis zum Tower of London und war sehr gut.

Dem Anlass entsprechend besuchten wir für das Abendessen und einen Drink nach der Tour eine australische Bar, bevor die beiden Mädels sich auf den Weg zum Apollo Victoria Theater zu ihrer Vorstellung von Wicked machten. Ich hatte Wicked schon am Broadway gesehen, und wollte Geld sparen und bin daher zurück zum Hotel.

Am Sonntag gab es noch ein gemütliches gemeinsames Frühstück im Travelodge bevor es für mich los Richtung easybus nach Stansted ging. Die Fahrt mit dem Minibus zog sich etwas (80 Minuten circa) aber die Zeit am Flughafen verging dann schnell, und irgendwann war ich dann auch an Bord. (Um 12:20 wurde bereits „boarding“ auf den Displays angezeigt, ich war da noch beim Shoppen am anderen Ende des Flughafens (ups), und beeilte mich deswegen zum Gate, dort gab es aber nur eine lange Schlange die sich 25 Minuten lang mal gar nicht bewegte.)

Wieder in Laibach angekommen wurde der Shuttledienst des Parkplatzes angefunkt, ich wurde zum Auto chauffiert und bezahlte für den Parkservice (Hafner Parking, empfehlenswert) und konnte mich auf den Rest des Heimwegs machen. Abfahrt circa um 17 Uhr und Ankunft zuhause ungefähr 19:30.

Schön war’s und Fotos gibt es auf Google Photos (das zuerst mal Picasaweb war, dann +Photos und jetzt halt schon wieder neu).

Foto, Fotografie, London, Tech

Kamerazeug

Wie bekannt habe ich mir vor fast einem Jahr relativ spontan eine neue Kamera geleistet.

Es wurde eine Olympus Pen Mini (oder auch E-PM1), mit 14-42mm Objektiv. Der Preis war einfach unschlagbar und die Kamera hatte überall ausgezeichnete Bewertungen. Eine von mir gelesene Reisebloggerin hatte die selbe Kamera, und deren Bilder fand ich großartig. Als die Systemkameras aufkamen, war ich zuerst sehr skeptisch, ich fand die sehen einfach doof aus, so klein und dann so Riesenobjektive vorn dran geflanscht… Ich kann mich gut an eine Skype Konversation mit einem Freund erinnern, der mir, nachdem ich die Canon EOS 1100 D aufgrund ihrer unhandlichen Größe wieder zurück geschickt hatte, zu einem Modell der EVIL oder Systembauweise riet.
Da fand ich die Kameras absolut häßlich. Und nun habe ich eine der absolut kleinsten dieser Reihe!

Bild von http://makingnottaking.blogspot.co.at/2010/06/6-months-with-panasonic-gf1.html

Im März zugeschlagen, ein echtes Schnäppchen!
Im März zugeschlagen, ein echtes Schnäppchen!

Aber die Kamera ist handlich, sogar mit dem Kitobjektiv, sie macht tolle Fotos, hat alle manuellen Einstellungen die man sich wünscht, kann RAW (das ich aber noch nicht kann… bzw. fehlt mir die Zeit und Hingabe dafür) und man kann sie erweitern (Objektive, Filter).
Nachdem ich ein paar tolle Bilder mit Langzeitbelichtung gesehen hatte, stöberte ich mich sogleich durch die Möglichkeiten die einem Filter so bieten. Für kreative und spezielle Fotos ist der ND1000 Filter mein Lieblingsding – dafür brauchts aber Zeit und einen geeigneten Platz oder ein Stativ. Daher gibt’s da noch nicht so viel.

Nicht ganz gelungene Langzeitbelichtung, zu wenig Zeit zum Spielen, Filter per Hand vor das Panasonic Objektiv gehalten, statt Stativ nur eine Ablage…

Nach dem Lesen von einigen Bewertungen und Foreneinträgen, und was einem halt alles so unterkommt, kam der Wunsch nach einem richtig guten, sehr lichtstarken Festbrennweiten-Objektiv auf. Das beste für die Micro Four Thirds (ein weiterer Name für die Kameraart und gleichzeitig der Name des Objektivbajonetts) schien das Panasonic Lumix G 20mm/1,7 zu sein. Lange (für mich… also ein paar Wochen waren’s schon) habe ich darauf spekuliert, zwischendurch wieder verdrängt, dann wieder unbedingt haben wollen, dann endlich bei willhaben gebraucht um einen akzeptablen Preis gefunden. Und durch Glück auch bekommen 🙂
Neupreis für dieses alte Objektiv: noch immer €320. Gebraucht gekauft um €200.
In einwandfreiem Zustand, mit Deckel und Beutel.

Kamerasetup
Olympus E-PM1 in silber, mit extra hinzugefügtem Grip, der der Kamera sonst fehlt, mit dem Panasonic Lumix G 20/1,7, daneben das 14-42mm Olympus M. Zuiko II, und meine Filter (Grauverlauf, UV, ND8, Pol und ND1000 Slim hinten)

In London hatte ich dann hauptsächlich dieses Objektiv an der Kamera. Der Autofokus ist schnell (minimal langsamer als vom Olympus Objektiv), die Bilder wurden fast alle scharf und sehr schön. Interessanterweise ist das beste Bild der Reise ein Porträt geworden, das ich aber nicht zeigen möchte/kann. Das doofe Wetter in London sorgte für einige wenige nett aussehende dramatische Bilder, aber ansonsten ging nicht gerade viel. Schade. Immer Linse abwischen ist auch doof.
Was kommt als nächstes?
Ein Step-Down Ring, damit ich meine Filter vom Zoom Objektiv verwenden kann – das Step Down funktioniert, da die Linsenöffnung nicht größer ist als vom Olympus Objektiv, nur das Gesamtobjektiv hat einen größeren Umfang und ein Filtergewinde von 46mm (vs. 37mm). Eventuell gibt’s eine leichte Vignettierung, aber ich mag den Effekt 😉

Foto, London

London, kurz und kalt

Der Flug mit Ryanair war unaufregend (das ist immer gut bei einem Flug 😉 ), nachdem wir mit 90 Minuten Verspätung endlich gestartet waren.
Wir nutzten den National Express Bus von Stansted zur Finchley Road, wo sich unser Hostel befand. Trotz der Verspätung brauchten wir beim Bus nicht nachzahlen 🙂

Das Hostel war trotz leerem Handyakku (und damit navigationslos) schnell gefunden, und unsere Stockbetten bezogen (top bunk in 3-Stock-Stockbetten). Das Zimmer war klein, vollgestellt und die Mitbewohnerinnen teilweise extrem unhöflich – Koffer reorganisieren mitten in der Nacht mit haufenweise Raschelsackerl sollte wirklich nicht nötig sein. Abgesehen davon waren die Betten bequem, die Vorhänge vor jedem Bett sehr willkommen, und das Gemeinschaftsbad ausreichend und immer sauber. (Palmers Lodge Swiss Cottage)

Mit unseren Oystercards ging es am nächsten Tag mit der Tube ins Zentrum, nach kurzem Herumwandern bei Westminster fanden wir den richtigen Busstop und die Tour konnte beginnen (Original London Sightseeing Hop On Hop Off Tour). Wir fuhren bis zum London Tower, und besuchten selbigen auch gleich. Da es regnete gab es leider keine Tour mit einem Beefeater, es war kalt und nass und windig und daher ziemlich ungemütlich. Die Kronjuwelen glitzerten aber unbeeindruckt davon vor sich hin 😉

Tower of London und London Bridge – bei typisch englischem Wetter

Nach der Runde im Tower mussten wir uns dringend aufwärmen und nutzten daher ein sehr nahes Wagamama Restaurant. Gestärkt und aufgewärmt ging es weiter mit der Bustour.
An diesem Tag war Australia Day und wir waren eigentlich bereit in ein Pub zu schauen und uns etwas unter die Aussies zu mischen, aber das welches wir ansteuerten hatte eine sehr lange, stillstehende Schlange von jungen Menschen mit Australischen Flaggen vor dem Eingang und daher verzichteten wir.
Relativ früh am Nachmittag fuhren wir daher zurück Richung Hostel, kauften noch etwas im Supermarkt ein und zogen uns zurück. Naja, hauptsächlich ich, weil ich bin einfach weggebrochen. 😀 Maria wäre noch zu Schandtaten bereit gewesen…

Am zweiten Tag besuchten wir am Vormittag (pünktlich um 10) das Naturhistorische Museum, wo die Ausstellungsstücke weniger beindruckten als die Architektur des Gebäudes.

Natural History Museum, Eingangshalle

Danach nutzten wir wieder einen HoHo Bus um nach einer kleinen Runde am Piccadilly Circus auszusteigen. Wir wanderten durch Soho auf der Suche nach Fish&Chips und obwohl vom Handy geführt, entschieden wir uns spontan für ein Mini-Restaurant mit Namen Mediterranian Cafe – etwas weniger traditionell als von uns geplant, aber sehr lecker und wesentlich preiswerter als die englischen Pubs. Frisch gestärkt machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum London Eye, das wir für 16:30 gebucht hatten.
Es waren wenig Leute dort, die Gondel (?) war daher nicht voll (nur 6 Personen) und zum Fotografieren ist die Fahrt super. Leider spielte das Wetter noch immer nicht ganz mit, und so habe ich jetzt viele graue Bilder von London von oben 🙂

Blick auf Westminster vom London Eye

Noch ein wenig an der Southbank mit der Kamera herumgespielt, bevor wir zurück fuhren, und in das Pub nahe dem Hostel einkehrten.
Am nächsten Tag machte ich die (gerade noch rechtzeitige) Entdeckung dass ich mich mit der Buszeit vertan hatte. Aufs Frühstück musste also verzichtet werden, und wir erreichten den Bus, der nur einen Slot später als der geplante (und gebuchte) war. Und wir durften wieder problemlos mitfahren (beim Ankommen war noch Ryanair schuld, nun wäre das voll auf meine Kappe gegangen…).

Das Frühstück nahmen wir dann am Flughafen ein, ein traditionelles English Breakfast. Das gab Energie für den Rest des Tages 🙂

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Ereignislos ging es wieder zurück nach Linz, wo ich mich von meiner Reisebegleitung verabschieden und mein Auto ausgraben musste.
Bei der Heimfahrt hatte ich noch Glück mit dem Wetter, es war nur etwas salznass. Zuhause erwarteten mich liebesbedürftige Katzen und 15cm Schnee.

Tipps für London:

  • Wer mit dem Bus oder dem Zug mit National Express fährt (und eine Reisebegleitung hat) kann von 2for1 Aktionen für Sehenswürdigkeiten profitieren. (Wir haben das für den Tower of London genutzt)
  • Bei 365tickets.co.uk gibt es günstige Kombi-Tickets (haben wir für Bus + London Eye genutzt)
  • U-Bahn fahren ist teuer, die Oystercard erleichtert nur das Handling, es gibt keine günstige Variante für den Public Transport (außer man nutzt ein sowieso vorhandenes Hop On Hop Off Ticket für den innerstädtischen Transport)
  • Wasserdichte Kleidung zahlt sich aus 😉

Der Rest der (veröffentlichten) Fotos