Haus & Hof, Reiten

Hoppe hoppe immer weiter

Hach, heute waren wir nur zu zweit, beide mit sehr guten Pferden (Ex-Turnierstarter) und ich mit meinem Liebling Mökkur.

Und ich bin das allererste Mal in meinem Leben galoppiert, nur ein paar Sprünge, aber immerhin. Und dass ich ihn ohne Gerte zum  Angaloppieren gebracht habe macht mich sehr stolz 🙂

Perfekter Abschluss einer anstrengenden und aufreibenden Woche.

Mein erstes Airbnb Abenteuer habe ich auch hinter mir. Am Donnerstag kam eine Anfrage für 2 Personen von Freitag bis Sonntag. Bisschen kurzfristig aber am Donnerstag abend schnell durchgeputzt und schön Feuerchen gemacht, damit wir drei es schön warm haben. Bisschen aufgeregt war ich ja, aber es war dann alles ganz easy.
Ein Kalifornier, der seit 10 Jahren als Lehrer in Wien wohnt und arbeitet, und seine irische Freundin kamen und bezogen das Strandzimmer im Erdgeschoss. Das Wetter spielte leider nicht mit, so verbrachten die beiden den Samstag im Zimmer und relaxten. Das Gasthaus so in der Nähe zu haben, erwies sich als besonders praktisch für die beiden.
Ich glaube sie wurden gut versorgt.

Mein kleines Jauserl und den leckeren Schilchersturm hab ich mir jedenfalls verdient!

Und jetzt noch der Hüpfer vom Felix Baumgartner zur Primetime.
Ein sehr emotionaler Tag! *Tränchen aus Augen wisch*

Arbeiten, reisen, Reiten

Liebes Tagebuch

Was für eine anstrengende Woche!
Samstag Gasthaus
Sonntag bis Dienstag knapp vor Mitternacht unterwegs und in München, mit 6-stündiger Zugfahrt hin und retour. Sonntag abend gings auf die Wiesn. Muss ich nicht haben, aber wenn man schon mal dort ist, kann man sichs auch anschauen (original im Dirndl, möchte ich dazusagen). In den Nächten feierten die Wiesngänger vor dem Hotelzimmer weiter, das war etwas mühsam.
Mittwoch Büro, reiten und Essen bei Oma.
Donnerstag Wien für ein Projekt Kick Off. 2×2 Stunden Autofahrt.
Freitag Büro und reiten.

Jetzt lieg ich erstmal für eine ganze Weile in der Wanne, um den angestrengten Körper und Kopf zu entspannen…

Fun, Reiten

Antidressur

Da würde ich mich schon zu Hause fühlen:

Antidressur
Voraussetzung:
er/sie muss alleine aufs Pferd kommen
er/sie muss die Steigbügel alleine finden und Füße einführen können
er/sie darf keine Bahnfiguren kennen
das Pferd darf keine professionelle Ausbildung haben

Übungen:
nach Ansage im Schritt losreiten
möglichst krummen Zirkel reiten
er/sie bleibt sitzen, auch wenn das Pferd den Kopf hin und her bewegt
glücklichen Gesichtsausdruck beim Pferd fördern, indem man vom Sattel aus Leckerli gibt
nach Ansage antraben
aussitzen, ohne zu verrutschen
leichttraben ohne dem Pferd ins Kreuz zu knallen
nach Ansage angaloppieren
aussitzen ohne dem Pferd auf den Hals zu fallen
leichter Sitz ohne vorne übers Pferd rüberzuschiessen
nach Ansage durchparieren zum Trab (die Reaktion muss spätestens ab der 3. Runde nach Ansage erfolgen)

alleine wieder gerade in den Sattel rutschen, wenn der Übergang von Galopp zum Trab ein wenig holprig war
nach Ansage durchparieren zum Schritt
Pferd muss spätestens 5 Minuten nach der Ansage zum Halten irgendwo in der Bahn stehen bleiben (fressen am Rand der Bahn bleibt ohne Punktabzug)
er/sie muss alleine wieder absteigen können ohne hinzufallen

Für folgende Leistungen gibt es Sonderpunkte
die Richter werden nicht überrannt
das Pferd hat niemanden gebissen
der Reiter hat nicht geflucht

Aus dem Reitforum.de

Ein bisschen muss ich noch üben, bin noch nie galoppiert. Und die Pferde auf denen ich hopple sind ausgebildet, weiß gar nicht warum der Punkt dabei ist, es reicht völlig wenn der Reiter keine Ahnung hat.
😀

Abenteuer, Bewegungsdrang, Reiten

Kleinmädchenträume

Oder: Wie es ist, als 30-jährige reiten zu lernen.

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Durch die ganze Bahn wechseln

Nach meinem kurzen Ausflug Hoch zu Ross auf Island kamen Überlegungen, ob Reitunterricht vielleicht was für mich wäre.
Als dann auch noch klar wurde, dass wir über Winter Pferde als Einsteller bei uns im (zur Zeit leeren) Stall haben würden, nahm der Plan Gestalt an.
Tja, und nach der Suche nach einem Reitstall mit Islandpferden und Unterricht hatte ich vorgestern um halb 9 Uhr morgens meine allererste Reitstunde seit ungefähr 23 Jahren.
Es war (natürlich) eine Logenstunde ausgemacht und das ist immer Einzelunterricht. Dabei geht das Pferd an einer langen Leine um den Reitlehrer herum und der Reiter kann sich ganz aufs sitzenbleiben konzentrieren. Aber zuerst wurde „mein“ Wallach für diese Stunde von der Koppel geholt, von mir an den Putzplatz geführt, geputzt, aufgesattelt und aufgezäumt.
Ich wusste nur noch wenig über das Putzen und Hufe auskratzen war eine Premiere. Er wurde aber einigermaßen sauber und so gings ab in die Halle.
Aufsitzen und los gings im Kreis, Gleichgewichtsübungen und Sitz überprüfen. Nach kurzer Zeit kam die Longe aber schon ab und ich durfte frei auf Mökkur durch die Halle reiten.

Erste Kommandos von der Reitlehrerin wurden befolgt und ich ritt die ersten Figuren meines Lebens (Parade, halbe Parade, Wechsel durch die ganze Bahn, Zirkel auf dem ersten Hufschlag; sowas alles. Wer hätte gedacht, dass es da so viele Vokabeln gibt?)
Klappte alles ganz gut, ebenso wie das leichttraben. Nach einer aufregenden halben Stunde durfte ich Mökkur dann wieder nach draußen führen und gleich seiner nächsten Stunde übergeben (voltigieren).

Ich war sehr stolz auf mich!
Schon während der Stunde meinte die Lehrerin, dass ich wohl eh keine Logenstunde mehr wolle und in die Gruppe sollte.

Nun, heute stand diese Gruppenstunde an. Heute war das Pferd (Blika, eine Stute) nicht zum herrichten, dafür danach zum fertig machen und in den Auslauf führen.
Es gab in der Gruppe sogar eine weitere erwachsene Reiterin! Wir waren zu fünft, lauter „Mädchen“, die meisten so 8-10 Jahre alt, schätzungsweise.
Fünf Pferde plus Reiterinnen in einer Halle brauchen natürlich Regeln und ein gewisses Maß an Vorgaben. Blöd nur, dass ich weder Bahnregeln kenne, noch die zu reitenden Figuren (siehe oben und einige mehr).
So ritten Blika und ich teils etwas chaotisch in der Gegend herum. Auf das abwenden („lenken“) reagierte sie nicht ganz schlecht, obwohl das Timing meist mies war. Aber beim Stehenbleiben blieb sie nur einmal dort stehen wo ich wollte und das war dann in einer Ecke – was nicht erlaubt ist :-/
Sehr oft machte Blika einfach das was die anderen Pferde vorgaben 😦
Nun ja. Mit Mökk lief es besser (der blieb brav stehen, ohne zuviel Druck am Zügel), aber sie war trotzdem brav.
Beim Hufe auskratzen war sie dann noch etwas zickig, so dass ich dabei richtig ins Schwitzen kam. Dabei sorgte ich dann auch noch für Unterhaltung für die wartende Elternschaft, da sich meine Putzerei direkt vor ihren Augen abspielte.

Die Atmosphäre auf dem Hof ist aber sehr okay, die kleinen Mädels haben ein bisschen gestaunt wie man so groß sein kann und so wenig Ahnung haben *g* Aber sie sind dann recht stolz wenn man sie um Hilfe fragt.

War also eine etwas durchwachsene Stunde, ich wurde aber trotzdem gelobt. Bin ja auch ganz gut mitgekommen, und war dabei die unerfahrenste. War schon okay so. Werde aber die Bahn-Figuren lernen und auch versuchen nächstes Mal Einzelunterricht zu nehmen um diese Hufschlagdinger mal durchzugehen. Damit ich das nächste Mal in der Gruppe die Buchstaben nicht immer suchen muss, und nicht wieder wechsle statt zu wenden 😉