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US Netflix auf Chromecast

Video on Demand macht meiner Meinung nur Sinn wenn man es auf dem (großen) Fernseher im (bequemen) Wohnzimmer ansehen kann.

Das österreichischen Netflix wurde von mir wie berichtet mit dem gratis Monat getestet, und es funktioniert super mit dem Chromecast. Für die Xbox360 gibt es auch eine App um das Angebot auf dem Fernseher zu nutzen, nur für XBMC/Kodi auf dem Raspberry Pi gibt es keine Lösung.

Eine Herausforderung ist es, auf die Netflix Angebote anderer Länder zuzugreifen. 🙂

Für einen Zugang zum US Netflix Angebot braucht es „nur“ eine amerikanische IP Adresse. Die kann man zum Beispiel über unblock.us bekommen.
Die erhaltenen DNS Einstellungen ändert man dann auf dem Smartphone – auf dem Chromecast lassen sich diese nicht ändern, und auch nicht alle Router erlauben es.
Aber wenn es dann auf dem Android Smartphone funktioniert, kann man die Filme mit der Funktion „Bildschirm übertragen“ direkt auf den Chromecast streamen.

Für Filme/Serien die es auch im „eigenen“ (österreichischen) Netflix gibt, braucht man diesen Umweg nicht, die funktionieren normal, auch wenn das Smartphone eine amerikanische IP benutzt. Gibt es den Film nur in der US Variante wird eine Infobox angezeigt und man kann dann den Workaround verwenden.

Ich habe Netflix jetzt übrigens regulär abonniert.

Und noch eine Erwähnung:
Auch Amazon Prime bietet seit Kurzem sein Angebot inklusive Instant Video für Österreich an, sowie einen gratis Probemonat, unnötig zu schreiben dass ich das teste.
Amazon unterstützt leider den Chromecast gar nicht, und wird es auch nicht. Auch über XBMC gibt es keine Möglichkeit. Die einzige Variante ist über die wenigen unterstützten Endgeräte, oder den PC anzuhängen. Nach einer Weile wurde immerhin eine Xbox App freigeschaltet, die zufriedenstellend funktioniert.

Prime Instant Video umfasst nicht dasselbe Angebot wie Instant Video, das heißt, nicht alle über Amazon VoD Filme und Serien sind auch über die Flat rate inkludiert. Neuere Filme und Staffeln muss man bezahlen.
Außerdem ist für Freunde von Originalfassungen Netflix zu bevorzugen, da Amazon da noch sehr schwach ist. Verfügbare Angebote lassen sich (nur) mit einer Suche nach [OV] finden, die Videos sind ganz eigene Einträge und ein Umschalten der Sprachen ist nicht möglich.

Eine hilfreiche Seite um zu sehen welcher VoD Anbieter was im Programm hat:
https://www.werstreamt.es

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Chromecast ist da

Gestern war er endlich da, der kleine Stick 🙂

Klein ist er wirklich, es liegen noch eine HDMI Verlängerung (ca. 5 cm *g*) und die Stromversorgung in der Schachtel, keine Anleitung außer auf dem Deckel. Google ist sehr optimistisch dass man nicht mehr Anleitung braucht. 🙂

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Nach ein bisschen Herumfummeln an den HDMI Eingängen (ich habe 3 nativ am TV, aber jetzt 4 Geräte mit HDMI… ein Verteiler schafft Abhilfe) hängt der Chromecast am Fernseher, der Strom kommt direkt vom benachbarten USB Port.

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Dann geht’s ans Einrichten. Chromecast App auf das Smartphone, und die beiden finden sich schon. Das Einrichten vom WLAN hat bei mir etwas gehakt, ich wollte den Chromecast umbenennen, aber damit war er nicht einverstanden, hat ewig versucht ins Netz zu kommen und ist dann schließlich stecken geblieben… Ein Reboot (aka Stecker ziehen) half, beim zweiten Anlauf durfte er seinen Namen behalten, und die Verbindung klappte.

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Natürlich wurde sofort nach einem Update verlangt, das ein paar Minuten in Anspruch nahm, inzwischen installierte ich weitere Apps auf dem Smartphone.

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15 Minuten nach dem Einstecken war alles bereit, und ich konnte mit dem Übertragen anfangen. Dabei empfängt der Chromecast übrigens nicht zwingend einen Stream vom Smartphone, sondern es wird nur ein Stream aus dem Internet gesteuert. Bei YouTube und der Mediathek App kann man dem Smartphone die Internetverbindung komplett entziehen, der Stick streamt munter weiter.

Natürlich können auch lokale Medien, Fotos und Videos die auf dem Telefon gespeichert werden, auf den Fernseher geworfen werden, dafür muss die Verbindung natürlich aufrecht bleiben. Das funktioniert mit UPnP, was auch eine App wie BubbleUPnP ermöglicht. Diese habe ich ja schon für mein Raspi/openelec Mediencenter in Verwendung, der große Vorteil davon ist, dass Medienquelle und Renderer sich beliebig aussuchen lassen. Geniale App!

Screenshot_2014-03-27-18-29-56Das Anschauen von YouTube funktionierte wie zu erwarten völlig problemlos, und die Verbindung erschien mir auch um einiges stabiler als ich es von YouTube auf dem Pi oder dem Smartphone gewöhnt bin! Das war eine sehr positive Überraschung – es gab keinerlei Zwischenbuffer-Pausen bei HD Qualität. Auf dem Nexus schalte ich immer auf SD, damit ich mir das Warten erspare… Auch mit der Mediathek App für den Chromecast lief alles wie geschmiert, kein Buffern, kein Zwischenladen, kein Stocken. Sehr schön!
Die AllCast und LocalCast Apps sind etwas gewöhnungsbedürftig und wären nicht meine erste Wahl, sie können verschiedene Aufgaben unterschiedlich gut (finden von Dateien im System, Anzeige nur von möglichen, Zusammenspiel Anzeige auf dem Smartphone und auf dem Chromecast, Suchen in der Zeitleiste bei Videos, Umgang mit Playlists). BubbleUPnP ist mein Favorit, nur beim Streamen von einem zwei Stunden langen Video gab es Probleme, da war eine der beiden anderen Apps besser (hab leider vergessen welche…).

Ein klein wenig enttäuschend ist noch dass Google+ noch nicht direkt eingebunden ist, ich kann also meine Fotos nur mit 3rd Party Software auf den Chromecast bringen, aber ich bin sicher da kommt noch was.

Eine App um den Chrome (Browser) vom Smartphone auf den Fernseher zu spiegeln habe ich noch nicht gefunden.

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Wenn die Neugier siegt

Gut, ich habe ja schon eine tolle Lösung für Streaming am nicht-ganz-Smart-TV – meinen Raspberry Pi mit openelec.

Aber das Konzept Chromecast ist dennoch interessant, um nicht zu sagen unwiderstehlich, für mich…

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Also hab ich den Stick mal schnell bestellt – ich werde berichten 🙂

Den Raspi wird er sicher nicht ersetzen, weil die Streaming-Optionen und die Möglichkeit eine USB Festplatte anzuschließen, sowie auf diese über UPnP zuzugreifen, die Funktionen vom Chromecast einfach toppen. Aber wer weiß was sich in Zukunft noch tun wird, und ich hab ja irgendwie das Bestreben immer vorn dabei zu sein…

Einige Apps gibt es ja schon für den Chromecast (darunter auch BubbleUPnP, was ich am Smartphone schon benutze), und vor kurzem hat Google das SDK auch wieder geöffnet. Man kann zwar nie wissen wie lang sie was erlauben, aber naja.

Und was den Pi angeht – da überlege ich schon eine ganze Zeit lang, ob nicht ein Update auf die Version mit 512MB RAM was bringen würde… Er denkt manchmal lang – aber das ist wirklich ein Luxusproblem. Dass die SD Karte öfter mal korrupt wird (öfter heißt im Abstand von ein paar Wochen) ist da schon lästiger, aber das Neu-Aufsetzen ist mittlerweile schnell gemacht und würde bei der aktuelleren Version vermutlich nicht besser sein.