Japan

Tokio – Planänderung

Der Zug nach Nikko hatte Probleme, und da man mir nicht sagen konnte, wann oder ob er fahren würde, hab ich kurzerhand ein Zimmer in Tokio gesucht.
Nikko soll wohl einfach nicht sein: 2011 wollte ich nach der Fukushima Katastrophe nicht Richtung Norden fahren und jetzt machen die einfach einen Zug kaputt. Oder so.
Am Fluss in der Sonne sitzend konnte ich aber immerhin kurzfristig ein Hotel für diese Nacht finden, das auch bezahlbar ist. (Und keine Kapsel.) Ohne mein Smartphone wäre ich echt aufgeschmissen bei dieser Reise!

Mein Rucksack wurde am Bahnhof Ueno verstaut, während ich den Park besuchte. Der quoll quasi über vor lauter Menschen – ich kann gar nicht glauben, dass heute Montag ist und nicht Wochenende!
Die Kirschbäume sind nun in voller Blüte, so hatte ich immerhin die Chance das in Tokio zu erleben.
Mein Mittagessen nahm ich auf einer Treppe ein, mit Sicht auf das Treiben rundherum.

Da mein Smartphone nach der Suche nach der Ersatz-Unterkunft fast ohne Akku war, bin ich jetzt schon im Hotel. Werde aber nochmal los marschieren und die Umgebung (Asakusabashi Station, nahe Akihabara) erkunden.

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Abenteuer, Japan

Sakura

Während ich vermutlich in Seoul einfach recht planlos durch die Gegend stolpern werde (so in etwa wie 2011 in Japan…), habe ich durch meine limitierte Erfahrung mit Tokyo immerhin schon eine Vorstellung was ich alles sehen, tun, kosten, kaufen möchte.

Der Hauptgrund für die Asienreise genau zu diesem Zeitpunkt ist: „Frühling“ – oder, besser gesagt, die Kirschblüte („Sakura“), die hoffentlich Ende März in voller Pracht im Bereich Tokyo zu sehen sein wird. Vielleicht gibt es auch ein paar blühende Pflaumenbäume, Azaleen oder andere hübsche Gewächse zu sehen, aber die Kirschblüten sind die unumstrittenen Stars dieser Zeit. Es werden Festivals abgehalten, und in den Parks kuscheln sich die Menschen – auf sehr japanische Weise auf blauen Plastikplanen – zusammen, um Picknicke abzuhalten.

Da in Japan ja sowieso jeder Anlass zu Dekorationsorgien führt (was ich ja sehr mag), ist Sakura da natürlich ein Highlight. Es gibt spezielle Gerichte, Getränke und Zubehör. Wie zum Beispiel bei Starbucks:

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Sooo hübsch! Irgendwie muss ich 1-2 Tassen in meinen Rucksack bekommen.

Wirklich, ich bin ein großer Fan dieses ganzen Kitschs! 🙂

Abgesehen von den Beutezügen durch diverse Shops sowie dem Verzehr von Sushi und Ramen, werde ich in Japan sicher auch einiges an Kilometer zu Fuß zurück legen, sei es in Tokyo selbst, in Kamakura, oder in Nikko. Dabei hilft mir das sehr sehr nützliche und überaus empfehlenswerte Buch, das ich mir vor Kurzem zugelegt habe:

bambusDie beschriebenen Touren sind wirklich sehr gut erklärt, und die Dinge, die es zu entdecken gibt, sehr gut gewählt. Ich darf das jetzt schon behaupten, kenn ich doch schon ein paar wenige Ecken dieser Metropole. Ich hatte das Buch eigentlich nur mitbestellt um nicht Versandkosten zu bezahlen und weil es sich gut anhörte. Als ich es schließlich hatte, war ich restlos begeistert – alle Ecken, die ich mir für den kommenden Trip rausgesucht hatte, sind vertreten, inklusive dem Besteigen einer Nachbildung des Fuji, sowie Nikko und Kamakura. Perfekt. 🙂

In Kamakura werde ich diesmal auch (endlich) einen Bambushain besuchen, was mir beim ersten Besuch noch nicht gelungen war.

PS: die Bilder sind (interessante) Links
PPS: in genau vier Wochen geht es los!